Aachen: „Inda-Sun” setzt auf die Kraft der Sonne

Aachen: „Inda-Sun” setzt auf die Kraft der Sonne

Torben Hinrichs sitzt auf seinem roten Flitzer und rast durch die Lehrwerkstatt der Stawag. Ein Mal quer durch die Halle und wieder zurück. Ein kurzer Wackler, dann bringt der Achtklässler sein Gefährt unbeschadet zum Stehen.

„Die Lenkung ist ein bisschen aggressiv”, findet Torben. „Der Bremsweg ist aber ganz kurz und die Beschleunigung ist auch ganz gut.”

Torben ist einer von zehn Schülern des Inda-Gymnasiums, die beim 2. Aachener Solar-Cup gemeinsam an den Start gehen. Als Partnerunternehmen steht ihnen der Energieversorger Stawag zur Seite. Die Aufgabe der Achtklässler besteht darin, ein Bobby-Car per Solarmodul samt Elektromotor möglichst gut zum Rollen zu bringen.

An der Optik wird gearbeitet

Da passt der Name des Teams aus Kornelimünster - „Inda-Sun” - bestens zum Wettbewerb. In Sachen Design haben sich die acht Jungs und zwei Mädchen, sowie ihr Mathematik- und Physiklehrer Daniel Marburger aber noch nicht ganz festgelegt. „Wir überlegen, ob wir den Wagen lackieren wollen”, sagt Marburger.

Ihn plagten während der Bauphase aber ganz andere Sorgen als die Optik des Boliden: „Wir haben festgestellt, dass es schwierig ist, mit Schülern der achten Klasse etwa zu schweißen”, meint Marburger mit Blick auf die Sicherheit der Schüler. Außerdem sei die Zeiteinteilung für die Gymnasiasten schwierig. Trotzdem haben die Jungs und Mädels viele Ideen entwickelt, haben den Bausatz alleine zusammengebaut und den Wagen zum Laufen gebracht.

Praktische Ergänzung

„Sehr gute Ideen” seien das gewesen, findet Stawag-Ausbilder Jürgen Geidel (Elektronik), der das Projekt gemeinsam mit seinem Kollegen Bernd Kalz (Mechanik) betreut. Allerdings habe es häufig noch etwas an der praktischen Umsetzung gehapert.

Und so durften letztlich die Azubis der Stawag ran: „Wir haben die gesamte Lenkung umgebaut”, erklärt Geidel. Neue Räder seien dazu gekommen, ein anderes Chassis eingebaut worden. „Das Ergebnis kann sich sehen lassen”, findet José Manuel Cabello Hernandez, der bei der Stawag eine Ausbildung zum Elektroniker für Betriebstechnik absolviert. „Es wäre schön, wann man da ein gutes Ergebnis erzielt.”

Das findet auch Lehrer Daniel Marburger: „Ich möchte gerne aufs Treppchen.” Einen Anteil daran könnte auch Marc Tristan Haacke (8) haben, der am Renntag am Steuer sitzen wird. Die Unterstützung der Inda-Schüler ist ihm sicher: Sie sollen bis dahin zu einer professionellen Boxencrew geschult werden.

Solar Cup: „Nachrichten” stellen Schülerteams vor

Sechs Aachener Schülerteams beteiligen sich am 2. Aachener Solar Cup, der am Samstag, 10. September, auf dem Stawag-Gelände, Lombardenstraße, ausgetragen wird.

Bis dahin haben die Teams noch Zeit, in Zusammenarbeit mit einer Fachfirma ein Bobby Car in einen solarbetriebenen Rennwagen umzubauen. Der Solar Cup soll der Berufsorientierung dienen und die Schüler zugleich für das Thema erneuerbare Energien sensibilisieren.

Eine Jury vergibt am Renntag Punkte für technische Kreativität, handwerkliche Ausfertigung und Design der Bobby Cars. Weitere Punkte erhalten die Teams für die Schnelligkeit auf einem Geschicklichkeitsparcours.