Aachen: In Sichtweite der Aachen-Arkaden entstehen fast 400 Wohnungen

Aachen: In Sichtweite der Aachen-Arkaden entstehen fast 400 Wohnungen

Den Termin am Donnerstag hat Johann Körfer, der Fachbereichsleiter Wohnen der Stadt Aachen, sichtlich gerne wahrgenommen. Die Firma Vilis, Tochterunternehmen der in Aachen bereits bekannten Interboden-Gruppe (Raphael höfe in der Soers und Redarius-Quartier am Lousberg), hatte in die Aachen-Arkaden eingeladen, um ihr neuestes Projekt vorzustellen.

Das Wohnquartier am Bonifatiusweg auf der anderen Straßenseite der Arkaden. „Die Bevölkerungszahl Aachens wächst, und das wird auch so bleiben“, erklärte Körfer zu Beginn, als er erläuterte, was das 20-Millionen-Projekt von Vilis für die Stadt und das Viertel bedeutet: „Die Neigung, sich in Aachen anzusiedeln, nimmt zu.“

Diese Nachricht sei sicher für potenzielle Investoren eine gute, doch sollten nicht nur die Interessenten, die über ein dickes Gehalt verfügen, (zurück) in die Stadt ziehen können: Gebraucht würden auch Wohnungen für kleines Geld — bekanntlich sei der Bedarf in diesem Segment in Aachen besonders groß. Da die Vilis-Wohnungen den Förderrichtlinien entsprächen, könnten auch Kleinverdiener ein eigenes Dach über dem Kopf erwerben. Da auf der anderen Straßenseite weitere 250 bis 280 Mietwohnungen entstünden und weitere 15 an der Mataréstraße, bedeute dies eine Aufwertung für das ganze Viertel Rothe Erde.

Körfer rechnete vor, dass eine Alleinverdienerin mit einem Jahreseinkommen von 22.000 Euro Fördergelder bis zu 108 000 Euro in Anspruch nehmen könne, bei einem Zinssatz von 0,5 Prozent. Eine Familie mit zwei Kindern und mit einem Jahreseinkommen von bis zu 33.000 Euro könne 113.000 Euro günstig erhalten, zusätzlich könne auch noch Wohngeld in Anspruch genommen werden: „Wenn ich das Kreditvolumen ansehe, habe ich das Gefühl, dass das hier funktionieren kann.“

Vilis-Projektentwickler Michael Hannen erläuterte, dass man in die Entwicklung von kostengünstigem Geschosswohnungsbau viel Gehirnschmalz gesteckt habe, etwa durch die Entwicklung verschiedener Module und eines Baukastensystems. So könnten etwa die gleichen Treppenhäuser verwendet werden. Der Kunde könne die Grundrisse in einer Konfiguration — wie beim Bestellen eines Autos — auswählen, die Materialien wie Fußböden oder für das Bad sowie das Design festlegen.

Das vorhandene Geländegefälle von drei Metern zwischen Freunder Weg, Bonifatiusweg und Mataréstraße werde man für ein Sockelgeschoss mit einer Tiefgarage nutzen, für jede der 96 Wohnungen ein Stellplatz. 39 Wohnungen werden in v-förmig angelegten Gebäuden untergebracht, 47 in einem langen Riegel am Freunder Weg. Im Innenbereich der Dreiecksfläche entsteht ein Platz mit Grün.

Köln sehr erfolgreich

Insgesamt werden 7800 Quadratmeter Wohnfläche angelegt, die Fertigstellung soll im dritten Quartal 2016 erfolgen. Garantiert werde eine sehr hohe Ausführungsqualität, bei einem Referenzprojekt in Köln, das schnell ausgebucht worden sei, habe man damit gute Erfahrungen gemacht, teilte kaufmännischer Leiter Alexander Schmitz mit: „Das schont die Nerven der Kunden und bringt uns am Ende ebenfalls etwas.“

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