Aachen: In Sachen Nachhaltigkeit ist Aachen unter den ersten Drei

Aachen : In Sachen Nachhaltigkeit ist Aachen unter den ersten Drei

Auf dem Treppchen steht die Stadt Aachen jetzt schon. Sie hat es gemeinsam mit Hannover und Gelsenkirchen ins Finale des Deutschen Nachhaltigkeitspreises geschafft. Welche der drei Großstädte gewinnt, wird erst bei der Preisverleihung am 8. Dezember in Düsseldorf bekanntgegeben.

Aachen hat sich laut einer städtischen Pressemitteilung mit einer ganzen Reihe von Projekten und Lösungsansätzen um den Deutschen Nachhaltigkeitspreis beworben, mit dem in eigenen Kategorien auch kleine und mittlere Städte ausgezeichnet werden.

„Wir freuen uns sehr darüber, dass unsere vielen Projekte und Angebote in Sachen Nachhaltigkeit bei der Jury so viel Anklang gefunden haben und sehen uns durch die Nominierung auf unserem Weg, eine nachhaltige Stadtentwicklung zu betreiben, gestärkt“, sagt Umweltdezernent Markus Kremer. „Wir lassen uns nun überraschen, welche der drei ausgewählten Großstädte letztlich die Nase vorn hat.“

Die Stadt Aachen hat verschiedene Einzelprojekte als Grundlage für ihre Bewerbung genutzt. Dazu gehörten zum Beispiel Schulmensen und Kindertagesstätten, die gemäß dem so genannten „Aachener Standard“ im Sinne des Klimaschutzes energie- und emissionsarm gebaut worden sind, aber eben auch mit der ganzheitlichen Vorgehensweise bei der Planung überzeugen können.

Elektromobilität

Der Ausbau der Elektromobilität (e-Go, Streetscooter, Velocity, elektrisch betriebene Aseag-Busse und Dienstfahrzeuge) spielt unter dem Aspekt der Gesundheitsvorsorge durch eine verbesserte Luftqualität eine Rolle und ist für die nachhaltige Entwicklung im Verkehrssektor von Bedeutung. Doch die Elektromobilität wurde noch um Maßnahmen zur besseren Nahmobilität ergänzt, wozu eine verbesserte Radinfrastruktur und attraktive Fußwege gehören.

Die Zusammenarbeit der Stadt mit vielen Partnern vor Ort (etwa mit den Gruppen im Welthaus an der Schanz) bis hin zu internationalen Kontakten, wozu die Partnerschaft mit Kapstadt gehört, konnte die Jury vom Engagement der Stadt für eine globale nachhaltige Entwicklung überzeugen.

Auch mit den verschiedenen Formen, die Bürgerinnen und Bürgern in Entwicklungsprozesse einzubeziehen, konnte die Stadt in der Bewerbung um den Nachhaltigkeitspreis punkten. Genannt seien hier Anlaufstellen wie das Kommunale Integrationszentrum, das Ehrenamtsbüro, der Familienservice für Betriebe oder auch die Stadtteilbüros.

Überzeugend war für die Jury auch, wie sich das Thema Nachhaltigkeit durch die unterschiedlichsten Handlungsfelder der Verwaltung zieht. Dazu gehören die Wohnraumstrategie, das Quartiersmanagement, die familienfreundliche Stadtplanung, die Mieterbeteiligung bei der Sanierung städtischer Wohnungen und die Verbesserung der Wohnqualität bei gleichzeitiger Anpassung an den Klimawandel.

Die Generalsekretärin der Stiftung Deutscher Nachhaltigkeitspreis, Alice Berger, sagt: „Es ist schön zu beobachten, dass die Kommunen Nachhaltigkeit als einzig sinnvollen Lösungsansatz für Herausforderungen wie Strukturwandel, Abwanderung oder Folgen des Klimawandels verstehen und entsprechende Wege einschlagen.“ In einem zweistufigen Wettbewerbsverfahren überzeugten die besten Kommunen die Expertenjury durch ganzheitliche Nachhaltigkeitsprofile und vorbildliche Maßnahmen in sechs definierten Themenfeldern.

Mit dem Preis werden Kommunen prämiert, die eine umfassende nachhaltige Stadtentwicklung betreiben und Nachhaltigkeitsprojekte in den Dimensionen Ökologie, Ökonomie und Soziales erfolgreich und integrativ umsetzen. Die Siegerkommunen bekommen am Ende eine von der Allianz Umweltstiftung bereit gestellte Fördersumme von jeweils 35 000 Euro für nachhaltige Projekte.

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