Aachen: In diesem Projekt werden viele Talente individuell gefördert

Aachen: In diesem Projekt werden viele Talente individuell gefördert

Vor zehn Jahren wurde in der Stadt Aachen ein Projekt zur Förderung hochbegabter Schülerinnen und Schüler ins Leben gerufen: Unter anderem das Mathematikcamp und das Physikcamp. Das kleine Jubiläum wurde im Weißen Saal des Rathauses gefeiert.

In den Camps können hochbegabte Mädchen und Jungen der neunten und zehnten Klasse ihre Interessen verfolgen und vertiefen. Das Projekt wird alljährlich von der RWTH und der Sparkasse Aachen organisatorisch und finanziell unterstützt.

Und so kamen Schülerinnen und Schüler, Dozenten der RWTH, Vertreter der Sparkasse und Oberbürgermeister Marcel Philipps im Weißen Saal des Rathauses zusammen. „Es gibt nicht die eine Begabung, sondern mehrere Talente. Ich hoffe, wir können das mit unserer Förderung abdecken“, sagte Philipps.

Damit die Förderung gelingt, finanziert die Sparkasse die Camps. „Wir realisieren vom Anschreiben der Teilnehmer über die Busfahrt und Verpflegung alles über die Bürgerstiftung der Sparkasse Aachen“, erklärt Christian Burmester, Vorstand der Sparkasse Aachen. Durch die regelmäßige Finanzspritze können die Jungen und Mädchen der Städteregion, die seit 2011 mit dabei sind, gefördert werden.

Doch nicht nur die fachlichen Aspekte werden während der Camps vermittelt, auch sogenannte „soft skills“ spielen eine Rolle, wie Anja Horst, vom schulpsychologischen Dienst der Stadt erklärt: „Während des Mathecamps befinden sich die insgesamt 16 Jugendlichen gemeinsam in Kroneburg in der Eifel. Sie lernen soziale Kompetenzen mittels Spiele, Übungen und Aufgaben. Denn für die Persönlichkeitsentwicklung spielen Kreativität, Teamfähigkeit und Vertrauen eine große Rolle.“

Motto „Licht“

Im Gegensatz zum Mathecamp bleiben die Teilnehmer des Physikcamps in Aachen. Sie besuchen eine Woche lang von morgens bis abends die RWTH. Das diesjährige Camp stand unter dem Motto „Licht“, was anhand verschiedener Versuche veranschaulicht wurde. Durch die gemeinsamen Experimente mit den Lehrkräften sollen die Schülerinnen und Schüler die Hochschule und ihre Studierenden kennen lernen. Für die Organisation des Physikcamps ist seit knapp vier Jahren die Physikprofessorin Heidrun Heinke zuständig: „Wo den Kindern in der Schulphysik nicht genügend vermittelt wird, setzen wir an und stillen ihren Wissensdurst.“

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