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Verbrauchertipp: In der Wäschekammer ist jede Menge Sparpotenzial

Verbrauchertipp : In der Wäschekammer ist jede Menge Sparpotenzial

Der nächste Teil der Serie Spartipps für Verbraucher führt in die Wäschekammer. Waschen, trocknen, bügeln – diese Themen haben keinen großen Fanclub, gehören aber dennoch zum Alltag dazu.

Energieintensive Geräte wie Waschmaschine, Trockner und Bügeleisen sind in vielen Haushalten mehrmals pro Woche im Einsatz und bieten daher besonders große Sparpotenziale, mit denen sich gleichzeitig der Aufwand reduzieren lässt.

Was nicht mehr frisch riecht, wandert häufig schnurstracks in die Wäschetonne. Dabei braucht es in vielen Fällen gar nicht das volle Programm, um Kleidungsstücke erneut tragen zu können. Gibt es keine sichtbaren Verschmutzungen, reicht es schon, die Kleidung für einige Stunden an die frische Luft zu hängen. Das spart nicht nur Energie und Arbeit, sondern schont auch die Textilien.

Fällt die Kleidung beim Betrachten und Beschnuppern durch, führt kein Weg an der Waschmaschine vorbei. Hier empfiehlt sich: weniger warm waschen. „Moderne Waschmittel und Maschinen reinigen schon zuverlässig bei niedrigen Temperaturen wie 30 Grad – noch besser: im Öko-Programm“, erklärt Corinna Bürgerhausen, Leiterin des Privat- und Gewerbekundenvertriebs der Stawag in Aachen.

Handtücher und Bettwäsche brauchen nur bei ansteckenden Krankheiten eine 90-Grad-Wäsche. In allen anderen Fällen sind 60 Grad ausreichend. Hartnäckige Verschmutzungen lassen sich laut Bürgerhausen gut mit Fleckenmitteln vorbehandeln und ohne Vorwäsche im Hauptwaschgang entfernen.

„Für maximale Energieeffizienz sollte die Maschine bei jedem Waschgang gut befüllt sein. Mit nur ein bis zwei Kleidungsstücken verbraucht sie unverhältnismäßig viel Strom und Wasser. Ist sie hingegen überfüllt, leidet das Waschergebnis“, sagt Bürgerhausen. In den Herstellerangaben finden sich Empfehlungen, wie die Trommel optimal befüllt sein sollte.

Ein ausgiebiger Schleudergang bei hoher Drehzahl kann die Zeit im Trockner deutlich reduzieren. Viel besser ist jedoch: An der Luft trocknen, denn der Trockner ist einer der größten Energiefresser im Haushalt. Die gute alte Wäscheleine hilft dabei, Umwelt und Geldbeutel zu schonen. Bei trockener Heizungsluft lässt sich damit sogar das Raumklima verbessern. In jedem Fall gilt: mehrmals am Tag stoßlüften, damit die feuchte Luft entweichen kann und Schimmel keine Chance hat. „Noch besser ist natürlich, die Wäsche im Freien zu trocknen. Das geht übrigens auch bei frostigen Temperaturen“, sagt Corinna Bürgerhausen.

An heißen Tagen darf der Schleudergang deutlich schwächer ausfallen, die Sonne erledigt dann alles Übrige. Lässt sich der Trockner mal nicht vermeiden, sollte dieser immer voll beladen und mit gereinigtem Filter laufen. Die Stufe „bügelfeucht“ reicht häufig aus, um die Kleidung anschließend weiter zu verarbeiten.

Am besten lässt sich die Wäsche gleich nach dem Trocknen bügeln. Mit einer leichten Restfeuchte lösen sich Falten schneller auf. Das spart nicht nur Energie, sondern schont auch die Nerven. Da das Bügeleisen viel Energie zum Aufheizen benötigt, empfiehlt es sich, immer möglichst viele Kleidungsstücke in einem Rutsch zu bügeln.

Hörbücher oder Podcasts sind die idealen Begleiter, um den Bügelmarathon unterhaltsam zu gestalten und die Motivation hochzuhalten. Geht es auf die Zielgerade, sollte das Bügeleisen rechtzeitig vom Strom. Die Restwärme des Geräts reicht aus, um noch ein bis zwei kleinere Kleidungsstücke zu glätten.

(red)