Neujahrsempfang: In Brand geht es weiter gut voran

Neujahrsempfang : In Brand geht es weiter gut voran

Der bullige Brander Stier, sagt die Legende, stehe für die Starrsinnigkeit der Brander. Das ist eine Mär. Die Brander pflegen nicht Eigensinn, sondern leben da Miteinander, die Gemeinschaft.

Im Stadtbezirk mit seinen 17 220 Einwohnern herrscht ein Wir-Gefühl wie kaum anderswo. Das bewies wieder einmal mehr der Neujahrsempfang im Bezirksamt am Paul-Küpper-Platz 1.

Was Rang und Namen und auch nicht hat, strömte herbei. Brands gute Stube, der Sitzungssaal der Bezirksvertretung, war gesteckt voll. Die Vertreter der Ortsvereine waren gekommen, Organisationen, Politiker und Ehrengäste wie der jahrzehntelange Bezirksvorsteher Herbert Henn mit Gattin Wilma. Ein fröhliches „Hallo“ und Wiedersehen ringsum. Mitglieder von Germania Freund sorgten für eine freundliche Bewirtung.

„Es geht weiter voran in unserem schönen Stadtbezirk Brand“, begrüßte Bezirksamtsleiter Wolfgang Sanders die Gäste. Er und Bezirksbürgermeister Peter Tillmanns setzten Eckpunkte in ihrem Ausblick aufs neue Jahr: Das „Tuchmacherviertel“ entstehe auf dem Gelände der ehemaligen Tuchfabrik Becker, der neue zentrumsnahe Lidl-Markt der neuesten Generation eröffne am 14. Februar, die Planungen für den Umbau der Turnhalle Marktstraße liefen weiter, ebenso für den „Pocket Park“, ein Erholungsgelände am Vennbahnweg zwischen Trierer Straße und Rombachstraße, begonnen werde mit dem Bau des Umkleidehauses am Sportplatz in der Rombachstraße für die Borussia und die Greyhounds.

„Wie wollen wir unser Brand entwickeln?“ fragte Peter Tillmanns und appellierte an die Bürger: „ Dazu brauchen wir auch Sie, kommen Sie mit uns ins Gespräch, lassen Sie uns gemeinsam denken und überlegen.“ Miteinander und Gemeinschaft sei das „Entscheidende für unser Zusammenleben und für das, was Brand so wertvoll macht und warum es sich hier so gut lebt“.

„Einen großen Dank an alle, die sich in Brand ehrenamtlich engagieren und das Wir-Gefühl stärken“, sprach Wolfgang Müller als Vorsitzender des Bürgervereins aus. Er hob das erfolgreiche Projekt „Brander Senioren bleiben mobil“ besonders hervor. 1300 Fahrten im Jahr sprächen für sich. „Wir sorgen dafür, dass unsere Senioren am täglichen Leben wieder mehr teilnehmen können.“

Für die Brander Vereine bedankte sich Sascha Hahn, Geschäftsführer des Trommler- und Pfeifer-Corps. „Das Mitgestalten ist die Aufgabe aller Vereine in unserem schönen Brand“, versicherte er. In einer beachtenswerten Rede setzte er sich damit auseinander, warum ein Vereinsleben wie in Brand „in der digitalen Zeit überhaupt noch wichtig“ sei. Mit einer Vielzahl von Veranstaltungen machten die Vereine das Leben im Stadtteil lebenswert und attraktiv. „Brand wird so nicht nur Wohnort, sondern Heimat.“ Hahn appellierte an alle Vereine, „der Jugend die Chance zu geben, sich zu engagieren“.

Dank an die Feuerwehr

Eine Kostprobe, wie Heimat-Gefühl aussieht, boten in einer schmissigen Show Bürgerprinz Karsten I. (Motto: „Musik am Stier, das sind wir“) und Kinderprinz Leon III. „Niemals Prinz va Oche“, schmetterte Karsten I. und versicherte schunkelnd: „Ich bin so gerne Brander Prinz – op dr Brand, Brand, Brand.“

Der Dank ging an alle Ehrenamtlichen in Brand. Eine Gruppe aber stellten Peter Tillmanns und Wolfgang Sanders besonders heraus: Die Freiwillige Feuerwehr stehe zu jeder Tages- und Nachtzeit bereit, um zu helfen. „Sie sind mit ein Beweis für die Gemeinschaft, die uns trägt“, dankte der Bezirksbürgermeister und überreichte der Wehr das große Brander Wappen.

Schmissig wie die Prinzen und mit viel Spaß an der Freud machte der Chor „Schola Nova“ unter Leitung von Ralf Leinen musikalisch Stimmung mit „California Dreamin‘“, „What a wonderful world“ und dem Abba-Song „Mamma mia“.

„What a wonderful Brand“, guckt Bezirksamtsleiter Wolfgang Sanders begeistert in die Runde.