Aachen: Im Hause Fröschop geht es hoch her

Aachen: Im Hause Fröschop geht es hoch her

Chaotisch geht es zu im Hause Fröschop: Fränz Fröschop (gespielt von Leo Lauscher) ist eigentlich ein Alleskönner — aber auch für alles zu faul. Er lebt nach dem Motto: „Wer als Rentner geboren ist, tut sich schwer mit Arbeit!“ Statt seiner Tätigkeit als Handwerker nachzugehen schläft er bis mittags und fläzt sich dann bei seiner Schwiegermutter (Jette Meis) im Wohnzimmer herum.

Die blaue Latzhose dient nur als Tarnung denn alle wissen: „Der Fränz is full.“ Mit dem gleichnamigen Stück in drei Aufzügen begeisterte die Theatergruppe „Öcher Verzäll“ am Samstagabend im Brüsselsaal des Eurogress. Seit vier Jahren zeichnet Regisseur Hans Bost aus Kerkrade für die amüsanten Stücke verantwortlich. „Der Niederländer ist ein großer Gewinn für unsere Theatergruppe, seitdem geht es stetig bergauf. Die Proben machen uns einen riesigen Spaß“, betont der Vorsitzende und Hauptdarsteller in der Rolle des „Fränz“ Leo Lauscher.

Auch das Publikum amüsiert sich am Ergebnis der monatelangen Probenarbeit trefflich: Es wird zunehmend chaotischer im Hause Fröschop. Fränz‘ älteste Tochter Sarah (Wilma Kmieckowiak) hat auf Anraten der Oma beschlossen, anschaffen zu gehen, um die Haushaltskasse aufzubessern. Im Leopardenröckchen und mit Glitzerhandtäschchen ausstaffiert betritt sie die Wohnzimmerkulisse. Das liebevoll gestaltete Bühnenbild hat von der Heiligenfigur bis zum Gartenzwerg viele Details.

Sarahs Freund Karl Skrypekowsky kann seine zukünftige Ehefrau gerade noch von der neuen Tätigkeit abhalten. Er selbst versucht sich fortan als Butler im Hause Fröschop — das alles wird unnachahmlich gut gespielt von Bernd Müller. Die einen so, die anderen so: Mariche Fröschop, Fränz‘ „jöngste Dooether“ (Ela Panzer) spielt die Klosterschülerin, sitzt mit dem Gebetbuch am Esstisch und trägt eine Kreuzkette. Da hat sich Pastor Hubeät Sommer (Karl-Heinz Brunnquell) zum Besuch angemeldet, um die Fortschritte von Mariche zu begutachten.

Als dann noch der Polizist Hans Better die Bühne betritt, wird es erst richtig turbulent. Gespielt von Willi Hommelsheim, der nach einigen Jahren Bühnenabstinenz ins Ensemble zurückgekehrt ist, sorgt der „Poliss“ für Wirbel: Fränz‘ Frau Paula (Helma Vorhagen) hat angeblich einen tiefgefrorenen Hasen im Supermarkt gestohlen. Neu in der jecken Truppe ist der ambitionierte Michael Zeitz, der diesmal eine kleine Nebenrolle als Augenzeuge Pitt Sief hatte. Die große Spielfreude ist ihm anzumerken. Am Ende klärt sich die Sache mit dem Mümmelmann und sogar Klosterschülerin Mariche findet einen Bräutigam.

Wer die lustigen Verwicklungen im Hause Fröschop noch erleben möchte, hat am Samstag, 18. Oktober, ab 19 Uhr in der Klangbrücke noch Gelegenheit. Restkarten sind an der Abendkasse oder in den bekannten Vorverkaufsstellen erhältlich.