Aachen: IBA Limburg: Bereits 300 Vorschläge für die Bauausstellung

Aachen : IBA Limburg: Bereits 300 Vorschläge für die Bauausstellung

Zusammenbringen, was zusammen gehört: Das ist eine der Zielsetzungen der Internationalen Bauausstellung (IBA) Limburg. Architekten, Ingenieure, Planer, Projektentwickler und Kreative sind aufgerufen, grenzüberschreitende Projekte für die IBA einzureichen. Auch Aachen soll sich an diesem Projekt beteiligen.

„Wir sind dankbar, dass die Niederlande auf uns zukommt, um uns an diesem Projekt zu beteiligen“, meinte Oberbürgermeister Marcel Philipp, als die Verantwortlichen die Bauausstellung jetzt vorstellten.

„So nah die Länder sind, so schwer sind ihre Grenzen“, sagte Geschäftsführer Jo Coenen und ist überzeugt, „über die IBA viel zu erreichen“. Es handelt sich um die erste Internationale Bauausstellung außerhalb Deutschlands. Zu ihnen gehören unter anderem innovative Bauprojekte, besondere Ausstellungen, Symposien und innovative Pläne

Die Parkstad Limburg sei nach dem Niedergang des Bergbaus in eine Krise geraten, führte Paul Depla, Bürgermeister von Heerlen, aus. Er verspricht sich von der IBA eine Wiederbelebung der Region und hofft, dass die Zusammenarbeit über die Grenzen hinaus für neue Impulse sorgt.

„Wir wollen ins Bewusstsein bringen, dass wir zusammengehören“, sagte er. Die IBA bietet laut Initiatoren die Chance, zu zeigen, was beide Länder verbindet und welche Potenziale in der Grenzregion liegen.

Ein erster Aufruf brachte laut Joe Coenen bereits 300 Projektvorschläge. Zur Realisierung der ausgewählten Projekte stehen von holländischer Seite 45 Millionen Euro bereit — bis zum Jahr 2020. Denn so lange wird die IBA dauern.

Jetzt geht es aber erst mal darum, Gemeinsamkeiten rund um den Dreiländerpunkt zu finden. Oberbürgermeister Marcel Philipp könnte sich vorstellen, den Preuswald als grenznahe Region mit in die Planungen einzubeziehen. Er sprach von sozioökonomischen Untersuchungen und zeigte sich überzeugt, dass sich zur Finanzierung auch auf deutscher Seite entsprechende Töpfe finden, wenn erst einmal das Konzept steht.

Die bisherigen IBAs in Deutschland haben in ihren jeweiligen Regionen wichtige Impulse in der Wirtschaft, Raumplanung und der Gesellschaft gesetzt und so zu einem städtebaulichen und landwirtschaftlichen Wandel geführt, meinen die Verantwortlichen.

Das deutsche Konzept habe man gleichsam über die Grenze geschmuggelt, so Coenen. Und stehe jetzt in einer Reihe mit Heidelberg, Thüringen und Hamburg als ehemalige Städte der IBA. Um über Chancen, Perspektiven und Möglichkeiten der IBA insbesondere für die Region Aachen zu informieren, lädt die Charlemagne Grenzregion zusammen mit der IBA Parkstad Limburg am Donnerstag, 5. Februar, um 18 Uhr im Forum M, Buchkremerstraße zu einer Informationsveranstaltung ein.

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