Aachen: Hundewaschanlage und beleuchtete Handtaschen

Aachen: Hundewaschanlage und beleuchtete Handtaschen

Strahlende Augen bei den Siegern des Deutschen Gründerpreises für Schüler: Mit beleuchteten Taschen und Portemonnaies landete das Schülerteam „Cartera” auf dem ersten Platz. Doch nicht nur die fünf Abiturienten des Pius-Gymnasium, auch drei weitere Teams hatten bei der Siegerehrung für Schüler in Stadt und Kreis Aachen Grund zur Freude.

Größte Belohnung

Seit zehn Jahren veranstalten die Sparkasse, die Zeitschrift Stern, Porsche und das ZDF den Wettbewerb, bei dem junge Leute zeigen können, welches Potenzial in ihnen steckt. Seit 1999 haben insgesamt mehr als 35.000 Schülerinnen und Schüler teilgenommen. Unter dem Motto „die Gründer von heute sind die Unternehmer von morgen” gilt es, schrittweise ein fiktives Unternehmen zu gründen - vom Unternehmenskonzept über Marketingstrategien und Finanzplan bis hin zur Pressearbeit.

„Ihr habt sechs Monate intensiv gearbeitet. Die größte Belohnung für euch ist neben dem Preisgeld die Erfahrung”, betonte Norbert Laufs von der Sparkasse Aachen.

Platz 4 machte das Team „AixNews” vom Pius-Gymnasium. Es hatte sich zur Aufgabe gestellt, einen auf persönliche Interessen zugeschnittenen Nachrichtenservice für die Region Aachen zu entwickeln. Unter dem Slogan „Jetzt ist Schluss mit Dreck und Schlamm, zu Bellobad kann jedermann” entwickelte eine Gruppe von der Bischöflichen Liebfrauenschule Eschweiler eine mobile Hundewaschanlage. Mit dieser witzigen und zugleich nützlichen Idee machten sie den dritten Platz.

Platz 2 und damit auf Landesebene Platz 8 erreichte das Team „Rotkäppchen AG” von der Viktoria-Schule Aachen. Dienstleistungen von jungen für ältere Menschen stehen bei diesem Unternehmenskonzept im Mittelpunkt - zum Beispiel Hilfe beim Computer oder beim Einkauf.

Aachener Sieger und damit die Nummer 7 in NRW ist die Gruppe „Cartera” vom Pius-Gymnasium. Neben der Abiturvorbereitung gründete das fünfköpfige Team ein Unternehmen, das ein innovatives Konzept für Handtaschen und Geldbörsen anbietet: „Mit unseren beim Öffnen automatisch beleuchteten Taschen und Portemonnaies gehört das Suchen von Schlüsseln, Handy und Münzen der Vergangenheit an”, preisen die jungen Leute ihr Produkt an.

Kreatives Denken

„Die Schüler haben kreatives Denken geübt, Schlüsselqualifikationen trainiert und dabei Lösungen gefunden und umgesetzt”, beschrieb Laufs, warum die Teilnahme am Wettbewerb auch für die spätere berufliche Orientierung dienlich ist. Die beiden Erstplatzierten aus Aachen, Cartera und Rotkäppchen-AG, durften ihre Ideen sogar bei der landesweiten Siegerehrung in Düsseldorf präsentieren.

Die neue Spielrunde im Deutschen Gründerwettbewerb für Schüler beginnt im Januar 2010. Die Schulen in Stadt und Kreis Aachen sind dann wieder zur Teilnahme aufgerufen.