Hubert vom Venn stellt Eifelbuch vor

Unterwegs in der Eifel : Auf die Socken mit Hubert vom Venn

Als Eifelbuch mit bewegten Bildern stellt der Verlag den neuen Eifelführer von Hubert vom Venn vor. „Das hat schon etwas von Harry Potter“, meint der Autor mit einem Augenzwinkern, denn wie bei Harry Potter geraten auch die Bilder in seinem Buch in Bewegung.

Allerdings nicht ganz von allein, aber tatsächlich lassen sich die Fotos im Buch mit einem Smartphone und einer kostenlosen App zum Leben erwecken: Ein kleiner Film gibt dann ergänzende Infos zu dem jeweiligen Kapitel. Der interaktive Reiseführer verbinde also Buch und Film auf eine noch nie da gewesene Weise, meint der Rhein-Mosel-Verlag. Zudem sind die Geschichten, die Hubert vom Venn in seinem Reiseführer erzählt, ganz besondere Geschichten.

Der Autor bewegt sich abseits der bekannten Routen oder Denkmäler. Seine Geschichten sind die eines Erzählers, der die Eifel und ihre Menschen sehr gut kennt. Und so steigt er gleich ein mit dem „Fliegerhügel im Hohen Venn“, der „nun tatsächlich nur ein Fliegerhügel war und keineswegs ein römischer Feldherrnhügel, wie ein bekannter Heimatforscher in den 50er Jahren behauptet hat“, betont der Autor. Die Befragung von Zeitzeugen lasse zudem keinen Zweifel an der These vom Fliegerhügel zu, denn die Zeitzeugen erzählten demnach, wie sie karrenweise Erde dorthin geschafft hatten. Und sie taten das, damit Erich Offermann 1908 dort seine ersten Flugversuche mit einem Segelflugzeug starten konnte.

So reiht Hubert vom Venn Geschichten aneinander, die nicht nur die Besucher der Eifel staunen lassen. „Nicht einmal die Nordeifeler wissen, dass ganz Prüm bei einer Explosion in die Luft gejagt wurde“, sagt Hubert vom Venn und widmet Kapitel 12 seines Buches genau diesem Ereignis vom 15. Juli 1949. „Nach dem zweiten Weltkrieg deponierte die französische Armee 50 Tonnen Sprengstoff in einem alten Nazibunker bei Prüm, um damit dem Westwall zu Leibe zu rücken“, erzählt Hubert vom Venn. Dass die gesamte Ladung dann in die Luft ging, war so nicht gewollt: Prüm lag danach in Trümmern. Warum es letztlich zur Explosion kam, konnte laut Hubert vom Venn bislang nicht geklärt werden. „Die Ermittlungsakten werden in Paris unter Verschluss gehalten und dürfen erst 120 Jahre nach der Katastrophe geöffnet werden“, sagt er.

Bewegte Bilder

Unter der Rubrik „Und wenn man schon mal da ist“ ergänzt Arne Houben die Geschichten mit Hinweisen auf die Orte, die man ganz nebenbei auch noch besuchen kann. Und das sind dann laut Hubert vom Venn genau die Ziele, die herkömmlicherweise so gerne angesteuert werden. Seiner Meinung nach lohnt es allemal, sich mit dem neuen Reiseführer im Gepäck „auf die Socken zu machen“, um die Eifel zu erkunden. Die Filme, die man mittels der App und einem Smartphone aktivieren kann, hat das Team Kurt Schreiber und Dirk Neuss bereits auf dem Online-TV-Sender „MON TV“ veröffentlicht. Auf der Rückseite des Buches wird beschrieben, wie man die Fotos mit dem Smartphone und der App in Bewegung bringt. Allerdings sollte das Smartphone eines der neueren Generation sein.