Aachen: Hotel Total stellt eine neue City-App vor

Aachen: Hotel Total stellt eine neue City-App vor

Aachen von seiner erfrischenden Seite zeigen: Das war die Absicht des Teams rund um das Hotel Total an der Jülicher Straße. Mit der neuen City-App wollen sie die Stadt und das Hotel verbinden.

Wer sich die neue App kostenlos aufs Handy lädt, erfährt zum einen Interessantes über das Hotel, das noch bis November in der Elisabethkirche eingerichtet ist, zum anderen gibt ein „City-Guide“ Infos, die in einem herkömmlichen Stadtführer wohl kaum zu finden sind.

Besonders am Herzen liegt den Planern dabei der Stadtteil Aachen-Nord: Der kann mit sogenannten QR-Codes und dem Handy erkundet werden. Darüber hinaus gibt es aber auch Stadttouren durch Burtscheid und das Frankenberger Viertel und sogar zwei Kneipentouren für unterschiedliche Ansprüche. Laut Patricia Yasmine Graf steht die App nicht nur den Hotelgästen zur Verfügung, sondern allen, die Spaß daran haben.

Spaß hatten offensichtlich auch diejenigen, die die App entwickelt haben. Zuständig war unter anderem das Institut für Unternehmenskybernetik der RWTH (IfU). Schön wäre nach Meinung von Patricia Yasmine Graf, wenn sich die Nutzer der App mit eigenen Erweiterungsvorschlägen einbrächten. Wichtig ist dem Team vor allem auch die ökonomische Vernetzung. So gibt es beispielsweise eine Fahrradtour mit der Möglichkeit, direkt auf den Fahrradverleih der Wabe zurückzugreifen. Wer will, kann sich auch einen Picknickkorb liefern lassen und so beispielsweise ein paar schöne Stunden in einem Park verbringen.

Für die Kinder liefert die App eine Sagen- und Erlebnistour, bei der Lousberg und Annuntiatenbach wichtige Stationen sind. Auch Maastricht und Eupen sind Ziele von weiteren Touren.

Experimentieren, ungewöhnliche Ideen in die Tat umsetzen und Neues ausprobieren: Das hat sich das Team rund um das Hotel Total auf die Fahnen geschrieben. Und dazu gehört wohl auch eine eigene Währung. Mit Hilfe des Goethe-Lab der FH werden im Hotel jetzt „Totaler“ gedruckt, mit denen man im Hotel bezahlen kann und sogar muss. Wer also im Hotel übernachten will oder an der Bar etwas trinken möchte, der muss seine „Totaler“ zücken.

Taler aus dem 3-D-Drucker

Laut Professor Andreas Gebhardt von der FH Aachen ist die neue Währung eine gute Gelegenheit, um den 3-D-Druck bekannter zu machen. Martin Christians (FH Aachen) sorgt dafür, dass der Drucker im Hotel Total reibungslos und je nach Bedarf neue Taler druckt. Beim 3-D-Druck werden Bauteile oder eben auch Taler schichtweise aufgebaut. Der geduldige Zuschauer kann also zusehen, wie sein neues Geld entsteht. Gedruckt werden unterschiedliche Münzen im Wert von 50 Cent bis fünf Euro. „Toll wäre, wenn sich die Taler als Zahlungsmittel im Aachener Norden verbreiten würden“, meint Patricia Yasmine Graf. Aber das ist bislang nicht mehr als eine Vision. Wie bei all den Aktionen im Hotel Total wird die Zeit zeigen, was daraus wird.

Und mit dem bisher Erreichten sind Patricia Yasmine Graf, Julia Claire Graf und Anke Didier mehr als zufriedenen. Sie wollten in ihrem „Pop-up-Hotel“ einen Lebensraum für die Neugierigen und Lebenslustigen der Stadt schaffen. Und das kommt offensichtlich sehr gut an.

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