Aachen: Hotel „Innside Meliá“: In der „Uptown-Bar“ ist der Dom ganz nah

Aachen: Hotel „Innside Meliá“: In der „Uptown-Bar“ ist der Dom ganz nah

Als 2014 der Grundstein für ein neues Hotel der spanischen Gruppe „Innside Meliá“ (Hauptsitz Palma de Mallorca) in den Boden an der Sandkaulstraße gesetzt wurde, da kam bei den Verantwortlichen Freude auf.

Denn das Hotelprojekt auf dem ehemaligen Bunkergelände neben dem Park war über Jahre kontrovers diskutiert worden, während des Bunkerabrisses waren dazu noch die in Aachen üblichen archäologischen Hürden ans Tageslicht gekommen.

Die Bauabsperrung verhindert heute noch den Eintritt in die Lobby. Ab dem 2. Mai ist das neue Hotel an der Sandkaulstraße aber zugänglich. Foto: Heike Lachmann

Seit es dann los ging mit dem Bau des Vier-Sterne-Design-Hotels, gab es kein Halten mehr. Am 2. Mai nun wird der mit einem unaufdringlichen, eleganten Charme ausgestattete Hotelbau für die neuen Kunden — Gäste eben aus aller Herren Länder — eröffnet werden. „Das wird ein klassisches Softopening“, klärte am Freitag die Hotelchefin Christine Klein auf, die aus dem Düsseldorfer Meliá-Management seit November nach Aachen geschickt wurde, um die Eröffnung und den folgenden Hotelbetrieb mit seinen 158 Zimmern zu je 21 Quadratmetern zu organisieren.

Zwischen Paletten gerade angelieferter Ausstattungsware bahnte sich Christine Klein einen Weg zur Lobby, aus der heraus man einen guten Blick hinunter auf die Alexanderstraße hat. „Wir werden hier unten neben dem Counter keine Hotelbar haben, nur einen Café-Automaten und Softdrinks“, näherte man sich locker dem Thema Gastronomie an. Die befindet sich oben. Denn dort wartet die Meliá-Gruppe mit besten Erfahrungen beim Thema tolle Aussichten auf. Etwa in ihrem Düsseldorfer Ableger am Medienhafen, wo die dortige Skylounge absolut eine erste Adresse ist.

Das Konzept will man in Aachen wiederholen und hat auf das Dach des fünfstöckigen Hotelbaus eine ebensolche nach allen Seiten verglaste Skylounge gesetzt, die mit dem Namen „Uptown“ ausdrücklich auf einen bunten Mix von Gästen aus der gesamten Stadt warten wird. Die Kapazität des Restaurants mit Bar-Charakter beträgt — das ist die Vorschrift der Ordnungsbehörden — nicht mehr als 200 Menschen. Im Sommer bei Sonnenschein kann ein Teil von ihnen auf der an der Südspitze des Hotelbaus eingerichteten und von gläsernem Windschutz umgebenen Dachterrasse Platz nehmen, der Dom scheint mit seinem Chor optisch von dort beinahe zum Greifen nahe. „Wir wollen hier eine gute Mischung von Menschen haben, jeder kann kommen, das soll nicht nur für Hotelgäste sein“, sagt Managerin Klein ausdrücklich und kündigt gleichzeitig bereits für den Samstag in der Eröffnungswoche, es ist der 7. Mai, eine bekannte D-Jane an. „Melanie Morena wird am Table für Unterhaltung sorgen, sie kommt so aus der ‚Deep-House-Szene‘“, beschreibt Klein die Musikfarbe.

Das Innside-Team umfasst in Aachen etwa 40 Mitarbeiter, den Tagesbetrieb vor Ort werden an die 15 von ihnen managen. Das Team ist jung und passt somit zu dem frischen Konzept, das man in Aachen verwirklicht hat. Die Zimmer sind hell in Weiß und Schwarz gehalten, die Dusche offen verglast und leicht begehbar.

Beim einem weiteren Blick nach oben zur Skylounge kommt die 32-Jährige ins Schwärmen: „Wir wollen hier eine internationale Atmosphäre schaffen, nicht steif, im Gegenteil: locker“, sagt sie und kündigt eine internationale Crossover-Küche an, in der es durchaus als schick gilt, „Essen to Share“ zu bestellen. Über Kreuz probieren ist also erwünscht.

Über mangelndes Interesse braucht man sich wahrlich nicht zu beklagen. Bereits jetzt sei der Mai „richtig gut gebucht“, auch Anfragen für Veranstaltungen liegen bereits vor. Dafür gibt es einen Raum, der für bis zu 100 Personen bestuhlt werden kann. Für größere Anfragen habe man, so Klein, eine Zusammenarbeit mit der Handwerkskammer — sie liegt um die Ecke im Sandkaulbach — vereinbart, dorthin werde man auch das Catering liefern. Im September dann soll es ein gestandenes „Grand Opening“ geben.

Mehr von Aachener Nachrichten