Aachen: „Höhner Rockin‘ Roncalli Show“: Eindrücke von der Generalprobe

Aachen: „Höhner Rockin‘ Roncalli Show“: Eindrücke von der Generalprobe

Wenn der Boxer Klitschko den Ring betritt, geht es richtig zur Sache. Links, rechts, ein paar Tippelschritte nach hinten, ein paar nach vorne. Höchst konzentriert verfolgt er sein Gegenüber. Passt er nicht auf, ist alles vorbei.

Noch wenige Sekunden, dann ist es geschafft. Die Nummer ist gut gegangen. Man merkt ihm die Anstrengung an. Doch für den Vierbeiner ist das alles Routine. Dieser Klitschko ist kein Boxweltmeister. Der Hund ist Artist der „Höhner Rockin‘ Roncalli Show“. Kurz vor der Premiere auf dem Bendplatz laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren. Die 25 Artisten aus aller Herren Länder sind pünktlich eingetrudelt. Jede der rund 20 Darbietungen wird bis zur Perfektion einstudiert.

„Natürlich sind die Proben lang und ausgiebig. Aber das nützt ja nichts“, erzählt Thomas Merz. „Es müssen alle Abläufe geregelt werden. Licht und Musik müssen koordiniert werden. Alle Übergänge müssen stimmen. Das Gesamtbild muss einfach passen“, ergänzt der Pressesprecher der „Höhner Rockin‘ Roncalli Show“. Schließlich sollen die rund 1450 Zuschauer bei der ersten Vorführung am Donnerstagabend voll auf ihre Kosten kommen. Bis dahin gibt es jedoch noch einiges zu tun.

„Wir sind zum vierten Mal in Aachen. Wieder mit einer komplett neuen Show. Da gibt es viele Details, die zu klären und zu besprechen sind“, erklärt Merz. Insbesondere für Regisseur Thomas Bruchhäuser sind die Tage vor der ersten Show anstrengend. Die Schwierigkeit besteht darin, Artisten und Musiker aufeinander abzustimmen. Normalerweise bringen die Künstler ihre eigene Musik mit in die Manege. Bei der „Höhner Rockin‘ Roncalli Show“ müssen sie sich allerdings an den Klängen der sechs Vollblutmusiker orientieren.

„Das Spezielle an der Show ist, dass wir ein komplettes Konzert einer Band und eine Zirkusvorstellung vereinen“, sagt er. „Das ist eine tolle, spannende Arbeit.“ Auch wenn die Proben immer sehr intensiv und teilweise etwas langwierig sind, geht letztlich doch immer alles glatt. „Heute sind wir schon sehr erfahren und eingespielt. Vor zehn Jahren haben wir uns wahnsinnig schwer getan“, erinnert sich Bruchhäuser noch genau.

In diesem Jahr dürfen sich die Zuschauer auf zweieinhalb Stunden Clownerie, Artistik und Musik der Extraklasse freuen. Das diesjährige Programm „Sternzeiten — Himmelhochhigh in et Leve verknallt“ ist etwas für die ganze Familie, verspricht Thomas Merz. „Da ist für jeden etwas dabei“, sagt er.

Und auch Höhner-Frontmann Henning Krautmacher erwartet eine tolle Show. „Es ist schwierig, ein Highlight herauszupicken. Jede Nummer ist anders. Aber von allen Shows, die wir bisher gemacht haben, ist diese die schönste, beste und poetischste.“

Nach jahrelanger Bühnenerfahrung und unzähligen Auftritten hat der Sänger immer noch ein wenig Lampenfieber. „Wir müssen hochkonzentriert sein und immer ein Auge auf die Artisten haben. Es gibt viel mehr Unwägbarkeiten als sonst“, begründet er. Das Ende der Proben ist für die Kölner Band noch nicht in Sicht.

Für Klitschko ist heute jedoch Feierabend. Den restlichen Tag lang darf er wieder ein ganz normaler Hund sein und sich ein wenig in die Sonne legen. Den anderen Künstlern stehen die Proben unter der Regie von Thomas Bruchhäuser erst noch bevor.