Aachen: „Höhner Rockin‘ Roncalli Show“: Drei Tage wird auf Bendplatz gebaut

Aachen: „Höhner Rockin‘ Roncalli Show“: Drei Tage wird auf Bendplatz gebaut

Die Lichterkette baumelt an den 13 Metern hohen Masten und wird vom Wind hin und her geschaukelt. Nach Glitzer, Stars und Glimmer sieht das noch nicht aus. Zumindest erhellen die Birnen nicht den trüben Aachener Himmel. Noch nicht.

Denn in weniger als zehn Tagen wird „Sternzeiten — Himmelhochhigh in et Leve verknallt“ den Aachener Bendplatz zum Leuchten bringen. Am Donnerstag, 22. Mai, feiert die „Höhner Rockin‘ Roncalli Show“ Premiere. Doch bevor Popcornduft und Gauklerstimmung aufziehen können, ist noch viel zu tun.

Linien auf dem Boden markieren die wichtigen Punkte auf dem großen Platz. Ein großes pinkes „X“ bezeichnet das Zentrum der Manege. Nach diesem Punkt wird alles ausgerichtet: das Vorzelt und die Backstage-Einrichtung, aber auch die vier Hauptmasten, an denen später die schwere Zeltplane hochgezogen wird. Vier kleine Fähnchen wehen auf ihren Spitzen schon im Wind und kündigen das Spektakel an. „Pro Auftritt werden 1499 Besucher in dem großen Zirkuszelt Platz finden“, sagt Pressesprecher Thomas Merz. Warum nicht 1500? „Dann müssten wir eine Feuerwache da haben“, erklärt Merz.

Bis Sonntag, 8. Juni, werden die Kölschrockband „De Höhner“ und der Circus Roncalli in Aachen mit Livemusik und aufregender Manegekunst begeistern. Die Darbietungen drehen sich diesmal um die zwölf Sternzeichen. Die Macher werden bei der Show in die Zukunft und Vergangenheit schauen genauso wie in ferne Galaxien. Regisseur Thomas Bruchhäuser hat sich für die magische Reise mit Wassermann, Stier, Krebs und Jungfrau hochkarätige Artisten und Manegekünstler ausgesucht. „Höhner Rockin‘ Roncalli“ verspricht eine Vorstellung mit magischen Momenten voller Leidenschaft, Dynamik und Intensität.

25 Arbeiter sind am Werk

Minütlich fahren am Montag Lastwagen aufs Veranstaltungsgelände. Insgesamt dauert der Aufbau drei volle Tage. Zeltmeister ­Paolo Ive überblickt den großen Platz. Hier und dort gibt er Anweisungen und überwacht jeden Schritt seiner 25 Mitarbeiter ganz genau. Ive feiert seinen 72. Geburtstag — auf der Großbaustelle Zirkuszelt.

Es ist kalt und feucht. Der Zeltmeister trägt trotzdem nur eine dünne Jacke und schwitzt unter seiner Kappe. „Es ist sehr schwierig, bei diesem Sturm aufzubauen“, sagt der Italiener. Die Wetterbedingungen seien für die schnelle Konstruktion hindernd. „Da müssen wir gut aufpassen, nicht dass beim Verschrauben etwas weggeweht wird und andere verletzt“, sagt er. Trotzdem geht alles rasend schnell.

Ein paar Stunden dauert es, bis alle Pfähle, an denen das Zelt gespannt wird, in den Boden gerammt sind. In nicht einmal zehn Minuten haben die Mitarbeiter einen großen Teil des Gerüsts für das Dach des Zirkuszeltes zusammengeschraubt. Als einer der Helfer auf der Kuppel die gelb-blaue Roncalli-Fahne hisst, huscht ein Lächeln über Ives Gesicht.

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