Aachen: Hochwart: „Ich melde mich ab. Adie da“

Aachen: Hochwart: „Ich melde mich ab. Adie da“

Im feierlichen Rahmen wurde am Freitagmorgen auf dem Exerzierplatz der Dr. Leo Löwenstein Kaserne Kommandeur Michael Hochwart, Leiter der Technischen Schule Landsysteme und Fachschule des Heeres für Technik, verabschiedet. Ihn erwartet eine neue berufliche Herausforderung in Strausberg. Sein Amt übergab er an Oberst Ralf Lungershausen.

Nachdem die Schüler und Auszubildenden Aufstellung genommen hatten, zog das Heeresmusikkorps Koblenz mit entsprechender Musik ein. Im Laufe des einstündigen Appells meldete sich Hochwart von seiner Verantwortung ab, und sein Nachfolger meldete sich offiziell an.

Viele Ehrengäste, darunter Oberbürgermeister Marcel Philipp, die stellvertretende Städteregionsrätin Christiane Karl, Regierungspräsidentin Gisela Walsken, Vertreter der Garnisonsstandorte Aachen, Eschweiler und Stolberg sowie vier Amtsvorgänger von Hochwart verfolgten die Zeremonie.

Oberst Ralf Lungershausen wird mit der Amtsübergabe zum General befördert. Er war zuletzt Referatsleiter im Bundesministerium der Verteidigung in Bonn sowie zuvor Gruppenleiter beim Streitkräfteunterstützungskommando in Köln und Leiter Logistik und Abteilungsleiter im Logistikzentrum der Bundeswehr in Wilhelmshaven. Zuvor war er 1993 in Aachen Hörsaalleiter und später Kompaniechef gewesen.

Generalmajor Walter Spindler, Kommandeur des Ausbildungskommandos, reiste eigens aus Leipzig an, um den Wechsel in der Aachener Schulleitung zu zelebrieren. Hochwart bedankte sich für zweieinhalb erfolgreiche Jahre in Aachen, in denen er auch das gesellschaftliche Leben vom Karneval bis zum Internationalen Karlspreis miterleben durfte.

„Ich melde mich ab. Adie da“, sagte er mit einem Lächeln auf den Lippen. Nach seiner letzten Ansprache wurde auf Wunsch des scheidenden Michael Hochwart der Laridah-Marsch gespielt.

Spindler beschrieb den Abschied als das Ende einer Ära. „Hochwart hat die wechselnden Herausforderungen hervorragend gemeistert und den Wandel der Schule geprägt.“ Auch durch schwierige Gewässer habe er das Schiff gelenkt, dabei in Sachen Modernisierung und Umstrukturierung immer wieder Meilensteine gesetzt und nun sicher den Heimathafen angesteuert.

„Lungershausen ist für seine neue Aufgabe hervorragend geeignet, da er ein authentischer Mensch ist. Mit seiner beeindruckenden Vita ist er bestens vorbereitet für seine neue Führungsverwendung. Er wird mit Herz führen und gestalten, dafür wünsche ich ihm das nötige Quentchen Soldatenglück“, sagte Walter Spindler.

Lungershausens zukünftige Aufgaben sind insbesondere die Repräsentation der Spitze der Truppengattung, die kontinuierliche Darstellung und die Traditionspflege sowie die ebenengerechte Repräsentation der Truppengattungen im internationalen Bereich.

Noch vor der offiziellen Amtsübergabe und der abschließenden deutschen Nationalhymne erfolgte die feierliche Umbenennung der bisherigen Technischen Schule Landsysteme und Fachschule des Heeres für Technik in „Ausbildungszentrum Technik Landsysteme“. Generalmajor Walter Spindler persönlich brachte das entsprechende Fahnenband an.

Auch wird die Schule von 832 auf 683 Zivilbeschäftigte und Soldaten schrumpfen. Am Garnisonsstandort Aachen geht es für Kommandeur Lungershausen in der Dr. Leo Löwenstein Kaserne, der Lützow-Kaserne, der Donnerberg-Kaserne und der Körner-Kaserne um die technische Ausbildung des militärischen Instandsetzungspersonals für Landsysteme, die technisch-logistische Rüstungs- und Nutzungsbegleitung von Landsystemen und die Repräsentation der Truppengattung als „General der Heereslogistiktruppen“.

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