Hochschulsportzentrum Aachen gibt Programm für Semester bekannt

Spikeball erstmals im Programm : HSZ strebt Neubau der Sporthalle Königshügel an

Klassiker wie Fitness und Fußball, aber auch Neuheiten und bisher wenig bekannte Trendsportarten wie Spikeball: Das aktuelle Semesterprogramm des Hochschulsportzentrums (HSZ) der RWTH Aachen kommt facettenreich und innovativ daher.

15.000 Teilnahmen an den Kursen pro Woche sprechen eine deutliche Sprache: „Die Nachfrage an unserem Sportangebot ist nach wie vor sehr hoch, viele Studenten suchen sich Abwechslung von ihrem oft ermüdenden, von Klausuren bestimmten Alltag“, bestätigt Peter Lynen, Leiter des HSZ. Anreiz für die jungen Menschen ist dabei vor allem, Kontakte zu knüpfen und sich im Studentenalltag und in seinem neuen Umfeld zu integrieren: „Durch Hochschulsport lernt man seine Fähigkeiten neu kennen und erhält die Möglichkeit, neue Menschen zu treffen. Zudem kommen fast 25 Prozent unserer aktuellen Studierenden aus dem Ausland, diese nutzen ebenfalls in hoher Anzahl den Sport, um einen Zugang zu bisher unbekannten Strukturen zu erhalten“, erklärt Lynen.

Von den am HSZ angebotenen klassischen Sportarten ist momentan vor allem das Yoga- und Pilatesangebot hervorzuheben, welches einen regelrechten Boom erfährt. Auch die sowohl im Winter-, als auch im Sommersemester organisierten Extratouren sind im erneuerten Sportangebot wiederzufinden. Dabei handelt es sich um mehrtägige Sportexkursionen, die das HSZ mit anderen Hochschulsporteinrichtungen regelmäßig ins Leben ruft. Es gibt Kooperationen mit den Universitäten in Hamburg, Kiel, Köln und Lübeck. Durch die Zusammenarbeit ist es den Teilnehmern möglich, beim und neben dem Sport Erfahrungen mit anderen Studentengruppen zu teilen und sich auszutauschen. „Der Vorteil unserer Touren ist, dass die Anmeldung wesentlich entspannter als bei normalen, voll besetzten Kursen verläuft und dass wir den Teilnehmern die Sportarten mit höchster Effektivität näherbringen, das ist äußerst selten“, bemerkt Ulrich Weber, Koordinator der Extratouren und weist auf einige noch freie Plätze hin.

Doch auch erstmals im Programm aufgeführte Sportarten sollen die Aufmerksamkeit der Studenten wecken, so auch die Trendsportart Spikeball und ein neues Angebot mit dem Namen „Sportspiele“. „Spikeball besteht darin, in Zweierteams einen Ball auf ein rundes Netz in 20 Zentimetern Höhe zu spielen“, erklärt Svenja Bollmann, Koordinatorin der neuen Kurse, über die bisher weitgehend unbekannte Sportart, die auf Anfrage eines Interessenten ins Programm aufgenommen wurde.

So sieht das aus, wenn junge Menschen Spikeball spielen. Der Ball muss in das circa 20 Zentimeter über den Boden gespannte Netz. Foto: Magdalena Tröndle/dpa/Magdalena Tröndle

Wie jedes Semester bietet auch dieses Sommersemester einige sportliche Höhepunkte. So findet am 10. Mai zum dritten Mal der Campuslauf statt, der dieses Jahr auch einen Kinderlauf enthält. Die Deutschen Hochschulmeisterschaften im Tischtennis werden vom 24. Bis zum 26. Mai ausgetragen und locken Sportler aus ganz Deutschland nach Aachen. Zudem veranstaltet das HSZ am 4. Juni den „Sportsday“, der neben einer Messe über die aktuellen Sportangebote eine Institutsolympiade vorsieht, bei der Studenten aus mehreren Instituten gegeneinander antreten. Der mit 2000 Läufern angesetzte Lousberglauf erhält den 3. Juli als Termin.

Kapazitäten überschritten

Eine Befragung an den Instituten der RWTH ergab, dass die Anzahl der an den Sportangeboten interessierten Studierenden die bisherige Kapazität des HSZ bereits deutlich übersteigt. Maßnahmen für derartige Engpässe leitet das HSZ bereits ein, so ist geplant, die Sporthalle Königshügel neu zu errichten, Ideen für eine Interimslösung werden intensiv gesammelt. „Die Planungsgespräche für einen Ausbau der Sportstätten laufen bereits, auch konkrete Vorstellungen gibt es schon“, so Peter Lynen, der das Ziel verfolgt, in Aachen eine Olympiade für Studenten zu veranstalten, um Interessierte aus aller Welt anzuziehen.

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