14-geschossiges Hochhaus: Hochhaus im Preuswald wechselt den Besitzer

14-geschossiges Hochhaus : Hochhaus im Preuswald wechselt den Besitzer

Der Aachener Projektentwickler Norbert Hermanns, Landmarken AG, erweitert sein Reich und hat über die neue Tochtergesellschaft „Guter Freund am Preuswald“ vier Wohnhäuser in der Siedlung Preuswald gekauft, darunter das 14-geschossige Hochhaus an der Altenberger Straße.

Der Eigentümerwechsel sei ein Beitrag zur „Revitalisierung des Quartiers“ und Teil des vor Jahren gemeinsam mit der Stadt erarbeiteten Entwicklungskonzepts, teilen der bisherige Besitzer Vonovia und Landmarken in einer gemeinsam versandten Pressemitteilung mit. Über den Kaufpreis machten sie keine Angaben.

Alles in allem geht es um 83 Wohnungen im Hochhaus sowie 144 weitere Wohneinheiten in den benachbarten drei achtgeschossigen Häusern mit einer Mietfläche von insgesamt 13.600 Quadratmeter. Alle Mieter seien bereits über den Verkauf informiert worden.

Aktuell werde noch ein Konzept für die Gebäude erarbeitet, heißt es seitens der Landmarken-Bereichsleiterin Sylvia Friederich. „Wir haben gute Erfahrungen mit unserem Konzept ‚Guter Freund‘ in Aachen-Forst gemacht und können uns vorstellen, vieles davon auch am Preuswald anzuwenden“, sagt sie. Ihr Team führe derzeit bereits gute Gespräche mit der Stadt und strebe auch einen intensiven Austausch mit der Initiative Preuswald an, „die sich hervorragend für ihr Viertel engagieren“.

Deren Vertreter warten derzeit noch auf eine Kontaktaufnahme, wie Hannah Dorner-Bachmann mitteilt. „Das Konzept von Landmarken würde uns interessieren, noch ist aber niemand an uns herangetreten“, sagt sie. Grundsätzlich begrüßt sie es, dass im Preuswald nun ein weiterer Eigentümer zum Zuge komme und das Viertel damit nicht mehr nur in der Hand von Vonovia ist.

Neuausrichtung des Hochhauses

Stutzig macht es die Initiative jedoch, dass im Falle des Hochhauses inzwischen weder von einem Rückbau noch von einem Abriss die Rede ist. Der seinerzeit von der Dortmunder Stadterneuerungsgesellschaft Steg erarbeitete Quartiersentwicklungsplan, sah an dessen Stelle den Neubau „zeitgemäßer Wohnungen“ in einem höchstens viergeschossigen Bau vor. Dazu teilt Landmarken-Sprecher Kolja Linden mit: „Wir haben das geprüft und halten den Erhalt des Hochhauses und eine Grundsanierung für sinnvoller.“

Losgelöst von den damaligen Empfehlungen begrüßt auch Rolf Frankenberger, Leiter des städtischen Fachbereichs Wohnen, Soziales und Integration, die aktuelle Entwicklung im Preuswald. Eine Neuausrichtung des Hochhauses werde sich positiv auf das Image und den Lebensraum Preuswald auswirken, ist er überzeugt.

In der Vergangenheit hat es viele Überlegungen zur Zukunft des Hochhauses gegeben — vom studentischen Wohnen übers betreute Wohnen bis zum Abriss oder Rückbau. Bereits vor einem Jahr hat Landmarken ein Konzept für kleinteiliges Wohnen mit einem Mix aus Sozial- und Eigentumswohnungen vorgestellt, das nun allem Anschein nach umgesetzt und die soziale Struktur im Viertel weiter verbessern soll.

Größter Eigentümer bleibt im Preuswald Vonovia mit rund 400 Wohnungen. Eigenen Angaben zufolge hat die Nachfolgegesellschaft der Deutschen Annington bis heute 7,5 Millionen Euro in den Standort investiert.

(gei)
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