Aachen: Hip-Hop-Vorstellung im alten Eisenbahndepot kommt gut an

Aachen: Hip-Hop-Vorstellung im alten Eisenbahndepot kommt gut an

Schwarz gekleidete Tänzer mit bunten Schuhen ziehen die Blicke auf sich. Die Zuschauer stehen im Kreis und verfolgen ihre Bewegungen. Einige haben sich auf weiße Klappstühle gesetzt und halten wärmende Getränke in der Hand.

Die Tanzperformance der Compagnie Irene K. hat rund 200 Besucher ins alte Eisenbahndepot an der Talstraße gelockt. Das ist in rotes Licht getaucht und ist laut Achim Wolf ein phantastischer Ort mit toller Atmosphäre. Der Architekt wird mit dem Büro PBS Architekten Aachen das alte Depot zu einem Kultur- und Stadtteilzentrum umbauen.

Das ehemalige Eisenbahndepot bot den Tänzern von der Compagnie Irene K. eine ganz besonder Kulisse für ihre Performance. Foto: Heike Lachmann

„Wenn wir uns nach dem Umbau hier wiedersehen, dann mit Heizung“, verspricht er den Zuschauern, die der Kälte tapfer trotzen.

Auch die Kinder aus der Offenen Tür Talstraße lassen sich davon nicht beeindrucken und liefern eine Hip-Hop-Vorstellung, die beim Publikum ganz besonders gut ankommt. In fünf Wochen hatten sie unter Leitung des Tänzers Dominique Schmitz einmal wöchentlich geübt. Jetzt finden sie im alten Depot eine ganz besondere Bühne.

Die nämlich verändert sich und wandert von einem Ort zum anderen. Die Zuschauer folgen mit den weißen Klappstühlen unter dem Arm und richten sich immer wieder in einer anderen Ecke der enorm großen Halle ein. Der Kreis ist jeweils schnell geschlossen, und die Tänzer finden darin den Raum für ihre Darbietungen.

An den Wänden hängen hier und da Kunstwerke, die zum Teil erst beim näheren Hinsehen sichtbar werden. Die Kinder der OT Talstraße haben im Eingangsbereich eine Ausstellung organisiert, die nicht zu übersehen ist. Sie haben den Teil der Halle dekoriert, der in Zukunft die OT beherbergen soll.

Neues Leben im alten Depot

Dieter Begaß vom Amt für Wirtschaftsförderung freut sich über die Kooperation zwischen dem Atelierhaus Aachen, der Compagnie Irene K. und der OT Talstraße. Sie sind mit ihrem gemeinsamen Tanz- und Kunstprojekt Teil des Schrittmacher-Festivals, und darauf ist Nadya Bascha, Geschäftsführerin des Atelierhauses, besonders stolz.

Der Abend soll der Auftakt einer Reine von Veranstaltungen sein, die dem alten Depot neues Leben einhauchen. Die Bürger sollen schon jetzt spüren, dass es ein Ort der kulturellen Begegnung sein soll, so Bascha.

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