Aachen: Hilfsaktion „Mach was draus!“ knackt 45.000 Euro

Aachen : Hilfsaktion „Mach was draus!“ knackt 45.000 Euro

Auftrag ausgeführt, so darf man getrost sagen. Boris Bongers hatte die entsprechende Anweisung gegeben, die aber eher so etwas wie eine charmante Bitte war: „Mach was draus!“ lautete sein Appell, mit dem er bei der Entgegennahme des Preises „Aachen sozial“ seine Hilfsaktion zugunsten des Hospizes am Iterbach startete.

Das war vor gut einem Jahr, und damals hätte der stellvertretende Vorsitzende des Kuratoriums der Hospizstiftung Aachen nicht zu hoffen gewagt, dass seine Aktion jetzt die Grenze von 45.000 Euro knacken würde. „Dafür kann ich mich nur bei allen ausdrücklich bedanken!“, unterstreicht der Weinhändler, der schon als Karnevalsprinz Palliativstationen besuchte und dort kranken Menschen Freude bereitete. Mit seiner Aktion hat Bongers nicht nur die Spendenmaschine zugunsten des zweiten Aachener Hospizes neben Haus Hörn geölt, er hat auch bei vielen Menschen ein Kreativpotenzial geweckt und genutzt.

Denn „Mach was draus!“ wurde zum Quell an Ideenreichtum. Jeder Teilnehmer bekam eine Spendendose, in der fünf Euro steckten, die möglichst vermehrt werden sollten. Zum Beispiel, indem davon Backzutaten gekauft und als fertige Kuchenstücke versilbert wurden. Aus Gelierzucker wurde Quittengelee, aus Mandarinen wurden Vitaminspender.

Einen ordentlichen Beitrag lieferte vor allem der Schirmherr des Hospizes, Wolfgang Tim Hammer. Der verteilte etliche Dosen als Weihnachtsgeschenke und konnte später im Rahmen von „Mach was draus“ 17.000 Euro an die Hospizstiftung überweisen.

Eine kunterbunte Idee hatte der General Manager des Innside Hotels, Andreas Graeber-Stuch. Er kaufte von den fünf Euro Fingerfarben und animierte seine Gäste, gegen eine Spende eine große Säule im Hotelfoyer zu gestalten. „Die ‚Wand mit Händen‘ erlangte große Publizität“, bestätigt der Hotelier von der Sandkaulstraße und konnte Simon Kluge von der Hospizstiftung jetzt 1000 Euro überreichen. Etwas anderes kommt hinzu: „Die Hospizidee hat mich echt fasziniert. Ich möchte das Haus am Iterbach in jedem Fall besuchen und stehe auch künftigen Unterstützungsaktionen sehr offen gegenüber.“

Zum finanziellen Nutzen kommt also auch der Werbeeffekt im Sinne der guten Sache. Noch sind nicht alle ausgeteilten Dosen zurückgekommen. „Ein paar haben sicher nur vergessen, die Dosen zurückzugeben und machen das jetzt bestimmt sofort“, meint Boris Bongers mit einem Augenzwinkern.

Die Aktion dient wie viele weitere (siehe Zusatzbox zu den „Herbstemotionen“) der Restfinanzierung des Hospizes, zu der sich das Kuratorium der Stiftung verpflichtet hat. Natürlich kann man auch weiter Dosen anfordern, backen, kochen oder sonst irgendwie die fünf Euro Startkapital so gut vermehren wie möglich. Engagement und Kreativität sind keine Grenzen gesetzt.

Natürlich kann man auch weiterhin Dosen für die Aktion „Mach was draus“ bei der Hospizstiftung Aachen bestellen: Infos gibt es unter info@hospizstiftung-aachen.de und www.hospizstiftung-aachen.de sowie unter Telefon 02408/9265200.

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