Herbstemotionen im Theater Aachen

Für die Hospizstiftung : Zu großer Kunst kommt die soziale Idee

Die Hospizstiftung lädt mit zahlreichen kreativen Köpfen am 1. November zu den Herbstemotionen ins Theater. Es wird ein abwechslungsreiches Programm geboten. Noch gibt es Karten.

Wenn Kunst auf Kulinarisches, A-cappella auf Klassik und Zauberei auf ziviles Engagement trifft, dann ist ein emotionaler Abend programmiert. Freudig, unterhalt-
sam, ein wenig nachdenklich, in jedem Fall mit Tiefgang und gleichzeitig viel Spaß für die Zuschauer. Der Abend der Herbstemotionen. Der Begriff dieser Veranstaltung ist inzwischen ein Markenzeichen geworden, was – und hier ist man beim eigentlichen Zweck der Herbstemotionen – vor allem seinem sozialen Zweck dient: Das Kunstfest im großen Saal des Theaters Aachen akquiriert Gelder, um die Finanzierung des Hospizes am Iterbach weiter zu sichern.

Hilfe bei Finanzierung

So schaffen es die Besucher des Abends am 1. November, ab 18.30 Uhr auf unbeschwerte Art ein schwergewichtiges Thema der Aachener Soziallandschaft zu unterstützen. Das Hospiz am Iterbach, nach Haus Hörn die zweite Einrichtung für die letzte Phase des Lebens, wurde 2015 eröffnet und braucht im Rahmen eines geregelten Finanzierungsplans immer noch Unterstützung. Diese erfährt es unter anderem durch das Kuratorium der Hospizstiftung, dessen stellvertretender Vorsitzender Boris Bongers nicht nur zu weiten Teilen für das Programm verantwortlich zeichnet, sondern auch die Moderation des Abends übernimmt. Ein Abend, der viel Abwechslung garantiert und hohe Unterhaltung verspricht. Und in diesem Jahr auch mit vielen Überraschungen im Programm, das deshalb auch gar nicht bis ins letzte Detail bekanntgegeben wird. „Wir sagen, wer kommt. Aber nicht, wann und mit welchem Programm“, erklärte Simon Kluge von der Hospizstiftung verschmitzt.

Achtung Zauberer

Fest steht: Ab 18.30 Uhr begrüßt der Close-up-Zauberer Hoomie im Foyer des Theaters die Gäste, die sich auf das Programm ab 19.30 Uhr einstimmen können. Er ist nicht nur Zauberer, sondern auch Gedankenleser und Kartenma-
gier. Froh sind die Veranstalter, dass Hausherr, Generalmusikdirektor Christopher Ward und das Sinfonieorchester Aachen mit von der Partie sind. „Aber das haben uns Christopher Ward und Generalintendant Michael Schmitz-Aufterbeck versichert. Dafür sind wir sehr dankbar“, unterstrich die Vorsitzende des Kuratoriums der Hospizstiftung, Ulla Schmidt, am Dienstag ausdrücklich.

Bekennend „jazzig – poppig – liederlich“ tritt das A-cappella-Ensemble „fünflinge – pure vocals“ auf. Das Quintett singt auf Deutsch und Englisch – groovig, besinnlich, heiter und nachdenklich. Die fünf Männer versprechen nicht nur hohe Musikalität, sondern auch unterhaltsame Moderationen, die den Fünf offensichtlich auch selbst Freude bereiten.

Genau wie die „fünflinge“ ist auch die Tanzwerkstatt Carla Brettschneider Premierengast auf der Bühne der Herbstemotionen – auch wenn die Namensgeberin der Hospizidee sehr nahe steht. Zu den Markenzeichen gehören Bühnentänze und klassisches Ballett ebenso wie Jazzdance, HipHop und Flamenco. Zahlreiche Besucher werden die Tanzwerkstatt von ihren Auftritten in der Region kennen.

Was man gewiss auch von Dirk von Pezold sagen kann. Der frühere Wirtschaftsmanager hat sein Herz fürs Soziale schon länger unter Beweis gestellt und setzt sein Engagement jetzt mit Capella a Capella fort. Sein neues Projekt heißt „Va ooet op nöjj“ – zugunsten der Hospizstiftung ins Leben gerufen – und gibt die Öcher Platt-Tradition mit dem Chor Capella a Capella an die Theaterreihen weiter. Das Produkt dieser Kooperation – eine erste CD – wird am Abend mit Appetithappen in Liveversion veröffentlicht und anschließend für zu Hause als CD mitgereicht.

Stichwort Tradition: Die Versteigerung eines Kunstwerkes gehört zum Abend der Herbstemotionen inzwischen zwingend dazu. In diesem Jahr stellt der sehr bekannte Aachener Maler Detlef Kellermann sein Werk „Kommen und Gehen“ als Original zur Verfügung. Es entstammt dem Zyklus „Menschenwürde“ und passt perfekt zum Auftrag der Hospistiftung Aachen. Die Zuschauer können sich hemmungslos in einen Versteigerungswettstreit um dieses Unikat begeben – oder einen der handsignierten, nummerierten Kunstdrucke gegen eine möglichst hohe Spende mitnehmen.

Es gibt Kulinarisches

Wer den Abend mit einem kulinarischen Erlebnis beginnen will, hat dazu in zwei Variationen Gelegenheit (siehe Zusatzbox). Hier engagiert sich die Theatergastronomie der Kneipe Last Exit vor, während und nach der Veranstaltung im Theater. Und in der Kneipe mit Sitz an der Krakaustraße kann mindestens bis 3 Uhr in der Frühe gefeiert werden.

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