Heico Last ist im Alter von 93 Jahren gestorben

Trauer um Heico Last : Werber für Berlin und Botschafter für Aachen

Selbst in Berlin war Heico Last als „Mister Berlin“ bekannt. Das bestätigte ihm zum 85. Geburtstag der damalige Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit in einem Glückwunschschreiben. 2011 war das. Nun ist Heico Last im Alter von 93 Jahren gestorben.

Heinz-Constantin (Heico) Last wurde 1926 in Neukölln geboren. Seine Berliner Herkunft war Zeit seines Lebens eine Berufung für ihn. Denn 48 Jahre lang setzte er sich als Vorsitzender des Bundes der Berliner und Freunde Berlins in Aachen, jahrzehntelang an der Spitze der NRW-Landesverbandes und zwölf Jahre als Präsident auf Bundesebene dafür ein, Berlin und die Deutsche Einheit nicht zu vergessen. Erfolgreich, wie die Geschichte zeigen sollte. Und so lösten sich die „Berliner“ auf Orts-, Landes- und Bundesebene, wo Last 152 deutschen und 19 ausländischen Ortsverbänden Vorstand, im Jahr 2006 auf. „Unsere Aufgabe ist erfüllt“, sagte Last damals mit Wehmut, aber natürlich auch mit Stolz.

Für seine Verdienste ist Heico Last mehrfach ausgezeichnet worden. So ist er Träger der Goldenen Ehrennadel der Europa-Union, der Großen Goldenen Ehrennadel des Bundes der Berliner und Freunde Berlins, des Bundesverdienstkreuzes erster Klasse sowie des Verdienstordens des Landes Berlin.

1949 kam Heico Last direkt aus der russischen Kriegsgefangenenschaft nach Aachen, wohin es seine Mutter verschlagen hatte. Er und seine Mitstreiter hinterließen Berliner Spuren, unter anderem mit dem „Berliner Meilenstein“ an der Autobahnauffahrt Europaplatz. Und so war er in seinem nationalen und internationalen Werben um Berlin auch stets ein Botschafter seiner Wahlheimatstadt Aachen. Schließlich lautete einer seiner Lieblingssprüche: „Wer A wie Aachen sagt, muss auch B wie Berlin sagen.“

(hr)
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