Aachen: Hautärzte untersuchen Passanten auf offener Straße

Aachen: Hautärzte untersuchen Passanten auf offener Straße

Die Hautärzte haben die Nase gestrichen voll. Wegen mangelnder Bezahlung sehen sie die Versorgung ihrer Patienten in Gefahr. Dermatologen aus Aachen und der Region brachten ihren Unmut über die Politik der Regierung und der Krankenkassen am vergangenen Mittwoch bei einer Demonstration vor dem Aachener Elisenbrunnen zum Ausdruck.

Nach der Rechnung der Fachmediziner bekommen die Hautärzte im Monat gerade einmal 5,26 Euro pro Patienten. Im Gegenzug bietet der Arzt unter anderem allergologische Leistungen, Bestrahlungen oder Venendiagnostik und Therapie.

„Das ist für dieses Geld nicht mehr zu machen”, sagt die Aachener Hautärztin Dr. Christina Engels. Daher fordern die Aachener Dermatologen einen finanziellen Zuschlag. Derzeit erwarten sie aber vielmehr ein weiteres Absinken des sogenannten Regelleistungsvolumens. Engels: „Wir befürchten, dass wir bald ganz aus der Regelversorgung verschwinden.”

Mit der Untersuchung von Passanten während der Demonstration und unter freiem Himmel wollten die Mediziner zeigen was die Stunde geschlagen hat. „Vielleicht können wir uns bald nichts anderes mehr leisten”, sagte Engels.

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