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Harry Leunessen wird neuer Bürgermeister der Grenzgemeinde Vaals

Bürgermeister in Vaals : Der Neue soll Mittler und Macher sein

Harry Leunessen wird neuer Bürgermeister von Vaals. Die aus Mitgliedern des Gemeinderates gebildete Vertrauenskommission hat den 54-Jährigen aus Nieuwenhagen auf den ersten Platz unter insgesamt 13 Bewerbern (drei Frauen und zehn Männern) gesetzt.

Leunessen gehört der sozialdemokratischen PvdA an, für die er auch als Beigeordneter und Vizebürgermeister in Landgraaf tätig war, bis er wegen eines gescheiterten Zusammengehens mit Heerlen zurücktrat. Momentan arbeitet er als Manager für öffentliche Angelegenheiten in Heerlen. Leunessen wird Nachfolger des parteilosen Reg van Loo, der 13 Jahre lang an der Spitze des Grenzorts gestanden hat und in den Ruhestand geht.

Der 54-Jährige muss nach niederländischem Brauch noch vom Innenminister bestätigt werden, doch dabei handelt es sich um eine Formsache, in der Regel wird dem Vorschlag der Vertrauenskommission gefolgt.

Diese hofft, in Leunessen den Erneuerer gefunden zu haben, der den eingeleiteten Transformationsprozess Vision 2030, der in die Gemeinde Vaals 3.0, münden soll, weiter voranbringt – weg von der regelnden zur fördernden Verwaltung. Außerdem, so war im Anforderungsprofil festgelegt, soll der Neue ein Mittler zwischen den Menschen sein, flexibel, ein Macher und über Verwaltungserfahrung verfügen.

Ferner auch Deutsch und Französisch beherrschen, beides im Dreiländereck eigentlich unerlässlich. Etwa 30 Prozent der rund 10.000 Einwohner von Vaals haben einen deutschen Pass, die Grenzgemeinde arbeitet in einer Reihe von Projekten mit der Stadt Aachen zusammen.

Der Gemeinderat ist überzeugt, dass mit Harry Leunessen ein fachkundiger und aufrechter Nachfolger gefunden worden ist, der das neue Amt auf erfrischende und zeitgemäße Weise ausfüllen wird. Nach einem Bericht der Tageszeitung „De Limburger“ wird in Landgraaf mit Respekt über Harry Leunessen gesprochen, er gelte als kompetent und liebenswürdig.

Seine neue Aufgabe in Vaals, der Nachbarkommune Aachens, betrachte er als große Chance. Sicherlich ein guter Beginn für den Neuen war, dass er spontan nach dem Anruf mit der Kunde von seiner Nominierung zu einem Einstand ins „Vereinhoes“ kam, in dem Kommunalpolitiker nach Sitzungen den Abend mitunter ausklingen lassen.

(hau)