Aachen: Hans Pfeiffer geht in sein 44. Semester

Aachen: Hans Pfeiffer geht in sein 44. Semester

Er wäre sicher nicht beleidigt, wenn man ihn als Seniorenstudent bezeichnen würde. Schließlich geht Hans Pfeiffer derzeit in sein 44. Semester an der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule (RWTH) zu Aachen. Und das, obwohl er eigentlich gar kein Abitur besitzt.

Die Rede ist natürlich vom Oberprimaner Hans Pfeiffer „mit drei f” aus dem Kultfilm „Die Feuerzangenbowle” mit Heinz Rühmann in der Hauptrolle, den das Fimstudio an der RWTH seit 1988 jedes Jahr im November auf die Leinwand bringt. Im laufenden Wintersemester ist es am Freitag, 19. November, soweit. Der Kartenvorverkauf für die sechs geplanten Vorführungen an diesem Abend läuft bereits.

„Der Vorverkauf läuft ziemlich gut”, sagt Nico Stadtbäumer, Kassenwart des Filmstudios, „wie immer zieht er in den letzten Wochen vor den Vorstellungen an.”

Der Film wird in drei Hörsälen gezeigt. In der Aula des Hauptgebäudes um 19.30 und 21.45 Uhr sowie im Kármán-Auditorium, Eilfschornsteinstraße, in den Hörsälen Fo1 und Fo2 jeweils um 20 und 22 Uhr. Die Eintritt ins Kármán-Auditorium kostet vier Euro, der zur Aula fünf. „Die Vorstellungen im Hauptgebäude haben wir zu Galavorstellungen gemacht”, erklärt Stadtbäumer den Unterschied. „Dabei basteln wir gerade am Rahmenprogramm”, in der Planung sein ein Auftritt der RWTH-Big-Band oder der Showtanzgruppe.

Zum Rahmenprogramm gehört außerdem eine Party im Anschluss an die Filme ab 22 Uhr im Westbahnhof, Republikplatz, wo natürlich unabhängig vom Besuch einer Filmvorführung gefeiert werden kann. Karten für vier Euro gibt es im Vorverkauf und an der Abendkasse.

Eintrittskarten für die Filme gibt es hingegen nur im Vorverkauf. Der findet montags bis donnerstags zwischen 13 und 14 Uhr im Büro des Filmstudios, Kármánstraße 7, statt. Getränke - auch Feuerzangenbowle oder Heidelbeerwein - dürfen zu den Vorstellungen mitgebracht werden, allerdings nicht in Glasflaschen.

Geht es nach Nico Stadtbäumer, dann bringen die Zuschauer aber nicht nur Getränke mit ins Kino. „Die besondere Atmosphäre bei der Feuerzangenbowle entsteht dadurch, dass das Publikum mitmacht”, berichtet er aus Erfahrung. Und so würden viele Zuschauer Wecker und Taschenlampen mitbringen, die bei den entsprechenden Szenen auf der Leinwand eingesetzt würden. „Einige kommen sogar in Frack und Zylinder.” Und die Mitglieder des Filmstudios gehen da natürlich mit gutem Beispiel voran. „Auch wir holen den Anzug raus”, kündigt Stadtbäumer an. Eben genau wie der Seniorenstudent Hans Pfeiffer.

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