Aachen: Halloween: Sonderschichten für die Ordnungskräfte

Aachen: Halloween: Sonderschichten für die Ordnungskräfte

Donnerstagabend ist es wieder so weit: Halloween, die Nacht der Kürbisse und Geister, steht an. Für die Ordnungskräfte in Aachen hält der Übergang zum 1. November eher Saures als Süßes bereit.

So beginnt die Polizei nach den Erfahrungen der letzten Jahre bereits um 17 Uhr, vermehrt Einsatzkräfte einzusetzen. Vor sieben bis acht Jahren, schätzt Sprecher Paul Kemen, fing es an, dass junge Leute über die Stränge schlugen, oft begünstigt durch übermäßigen Alkoholkonsum: „In manchen Jahren haben wir 70 bis 100 Halloween-typische Einsätze gefahren.“ Die Palette der Übergriffe reicht von herausgrissenen Blumen, mit Eiern beworfenen Häusern und beschmierten Autos bis zu Schlägereien, Belästigungen oder gar Raub. Kemen empfiehlt Eltern, durchaus mit ihren Sprößlingen zu reden, was sie an dem Abend vorhaben. Die Ordnungshüter haben für das Fest, dass neben Silvester, Karneval und der ersten Mainacht zu den deliktstärksten gehört, ein eigenes Konzept entwickelt, verstärkten Streifendienst inklusive.

Ordnungsamtschef Detlev Fröhlke hat sogar eine Urlaubssperre für für seine Außendienstler verhängt: „Wir sind mit einem kleinen Frühdienst und einem starken Spätdienst unterwegs.“ In Uniform und Zivil, zu Fuß und im Dienstwagen werden dann abends 20 Kräfte etwa durch die Gaststätten ziehen und auf die Einhaltung der Jugendschutzvorschriften oder des Rauchverbots („Das ist bisher in Aachen kein Riesenproblem“) achten.

Dabei werden auch Abstecher in die Bezirke gemacht, wo ebenfalls Gruppen junger Leute unterwegs sind, die sich nicht an geltende Regeln halten: „Da schauen wir schon genauer hin.“

(hau)
Mehr von Aachener Nachrichten