Aachen: Halloween: Polizei erwartet eine der einsatzreichsten Nächte des Jahres

Aachen : Halloween: Polizei erwartet eine der einsatzreichsten Nächte des Jahres

Schaurig-schöner Gruselspaß für die einen, nervige Lärmbelästigung für die anderen: An den Feierlichkeiten am Abend des 31. Oktober, Halloween, scheiden sich die Geister. Während sich Horrorfreunde mit Vampir-, Zombie oder anderen Kostümen auf einen gelungenen Abend vorbereiten, rüstet sich die Aachener Polizei für eine der einsatzreichsten Nächte des Jahres.

Denn Halloween ist, so erklärt es Polizeisprecher Paul Kemen, längst gleichzusetzen mit Karneval, der Mainacht und Silvester.

„Wir gehen davon aus, dass auch in diesem Jahr die Halloween-Nacht sehr arbeitsintensiv für uns sein wird“, sagt Kemen im Gespräch mit den Nachrichten. Vor allem zu späterer Stunde, zwischen 23 Uhr und 5 Uhr am darauffolgenden Morgen, sei mit vielen Einsätzen zu rechnen, nicht nur in der Aachener Innenstadt, sondern in der gesamten Region. Kemen berichtet vom Stufenkonzept der Polizei. Das bedeutet, dass an besonders arbeitsintensiven Tagen — oder in besonders arbeitsintensiven Nächten — eben auch besonders viele Polizisten auf den Straßen der Stadt und der ganzen Region unterwegs sind.

Krawall auch in Wohnstraßen

„Man kann noch nicht einmal sagen, dass wir bei Halloween nur dorthin ausrücken, wo es Feiern gibt“, erklärt Kemen. Zu Beschwerden komme es also nicht nur im Umfeld von beispielsweise Kneipen, sondern auch in ansonsten ruhigen Wohnstraßen. „Es geht da um Ruhestörungen“, nennt Kemen als Beispiel, um Sachbeschädigungen. „Leute rufen uns an, weil ihre Fenster mit rohen Eiern beworfen werden.“ In den allermeisten Einsätzen der Polizei zu Halloween sei aber der Alkohol im Spiel.

Alleine im vergangenen Jahr musste die Polizei in Aachen 150 Mal ausrücken. In der ganzen Region waren es 265 Einsätze. Zahlenmäßig war das zwar ein bisschen weniger als 2015, als die Polizei noch 284 ausrücken musste. Heftig ging es dennoch zu: So erlitten mehrere Menschen teils schwere Verletzungen.

Kurz nach Mitternacht war es zu einer größeren Schlägerei am Domkeller gekommen. Eine Gruppe von fünf oder sechs Männern war aus Richtung Markt auf Gäste des Domkellers am Hof losgegangen, hatte nach Polizeiangaben „wahllos“ auf diese eingeschlagen und mit Gegenständen geworfen. Auch an der Sigmundstraße im Ostviertel habe es eine Schlägerei gegeben, hieß es im vergangenen Jahr.

Zum Glück sind sie in diesem Jahr kein Thema mehr: Gruselclowns, die im vergangenen Herbst für Schlagzeilen gesorgt hatten. „Wir gehen eigentlich nicht davon aus, dass wir mit Gruselclowns Probleme haben werden“, sagt Paul Kemen. Dennoch plädiert er dafür, dass Menschen, die Halloween feiern, bei der Kostümwahl „den gesunden Menschenverstand walten lassen“. Kemen rät dringend davon ab, sich so zu verkleiden, dass Passanten in Angst und Schrecken versetzt werden.

(slg)