Aachen: Hackenberg und Co. geben Fans eine gute Vorlage

Aachen : Hackenberg und Co. geben Fans eine gute Vorlage

Der zweiten Saisonpleite in Kray zum Trotz scheint die Vorfreude auf das Schlagerspiel der Regionalliga West zwischen Alemannia Aachen und Borussia Mönchengladbach II am kommenden Freitag, 17. April, 19.30 Uhr, ungebrochen zu sein.

„Bisher hat keiner seine Eintrittskarten zurückgegeben“, sagt Alemannia-Sprecher Lars Kröger. Am Dienstag um 16 Uhr stand der Ticket-Zähler bei 15.489. Und die Vorbereitung der Alemannia-Kicker auf die letzte Chance im Aufstiegsrennen wurde auch durch die Sondereinheit am Dienstagnachmittag nicht gestört. „Im Normalfall hat das keinen Einfluss auf die Leistung am Freitag“, sagt Abwehrmann und Vizekapitän Peter Hackenberg mit einem Lächeln.

Die Rede ist von einer Typisierungsaktion für die Deutsche Knochenmarkspenderdatei (DKMS), an der sich am Dienstag große Teile des schwarz-gelben Profikaders beteiligt haben. Mit dem Wangenabstrich geben Hackenberg und Co. ihren Fans eine gute Vorlage, denn die sind am Freitag aufgerufen, es ihnen gleich zu tun.

Die DKMS sucht nämlich derzeit einen Stammzellenspender für den 25-jährigen Ingo aus Linnich, der an Blutkrebs erkrankt ist. Aus diesem Grund stehen vor und während des Spiels rund 20 Helfer der DKMS am Tivoli bereit, um Stammzellenspender zu registrieren. Interessierte Fans zwischen 18 und 55 Jahren können ab 17.30 Uhr zum Eingang Südost des Stadions kommen, um sich typisieren zu lassen und vielleicht so zum Lebensretter zu werden.

„Die Erfassung geht ganz schnell und tut nicht weh. Ein Abstrich mit einem Wattestäbchen reicht aus“, erklärt Emrah Kilic, Aktionsleiter bei der DKMS. Peter Hackenberg kann das bestätigen. „Wir fühlen uns mit den Alemannia-Fans natürlich sehr verbunden, sind aber als Verein auch sozial breit aufgestellt. Schließlich kommt so eine Aktion nicht nur einem Menschen zugute, sondern einer breiten Masse“, sagt der 26-Jährige.

In Deutschland erkrankt alle 16 Minuten ein Mensch an Blutkrebs, in der DKMS sind bereits mehr als 3,8 Millionen Deutsche registriert. Und die Alemannen gehören jetzt auch dazu.

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