Aachen: Grüngürtel in Eilendorf: Die Anwohner haben mitgeplant

Aachen: Grüngürtel in Eilendorf: Die Anwohner haben mitgeplant

„Der heutige Spatenstich ist ein großer Moment für Eilendorf, die Vision wird nun greifbar“, erklärte Bezirksbürgermeisterin Elke Eschweiler am Samstag. Mit dem offiziellen Baubeginn im Grüngürtel des Neubaugebiets Breitbenden würden die Ideen der Zukunftswerkstatt Eilendorf nun endlich umgesetzt.

Vor zwei Jahren hatten die Planungen für das Neubaugebiet begonnen. Dort wohnen vorwiegend junge Familien mit Kleinkindern. Diese Anwohner sollen die Möglichkeit haben, auf die Gestaltung Einfluss zu nehmen, wie Eschweiler betont. Und beim symbolischen ersten Spatenstich haben viele sogar mitgemacht.

An der Ecke Reutersgasse trafen sich die Bewohner des Neubaugebiets und Kommunalpolitiker aus Eilendorf. Bei der anschließenden Begehung zeigte sich, dass die Bautätigkeiten bereits vor zwei Wochen mit Mäh- und Rodungsarbeiten sowie ersten Erdarbeiten begonnen haben. Das Wetter spielt momentan mit, erste Wege und Konturen sind erkennbar.

Spiel- und Sportangebote

Die bisher als Maisacker genutzten Flächen werden zu einem neuen Grünzug mit verschiedenen Spielangeboten umgewandelt. Ende des Jahres, so das ehrgeizige Ziel, soll die Eröffnung gefeiert werden. Bis dahin wird es noch eine Bagger-Aktion mit den Jugendlichen vor Ort und voraussichtlich an einem Samstag Ende Oktober eine Baumpflanzaktion von sechs großen Eichen geben.

Diese umfassende Bürgerbeteiligung ist etwas besonderes, wie Eschweiler betont. Sowohl Kinder und Jugendliche als auch Erwachsene haben ihre Ideen in die Planung des Landschaftsarchitekten Andreas Hermanns einbringen können. Mehrere Beteiligungstreffen und Workshops hat es gegeben. Fachleute vom Umweltamt, darunter Karen Roß-Kark, und vom Planungsbüro waren immer dabei. „Die groben Pläne stehen. Aber auch bei der Feinabstimmung können sich noch neue Leute einbringen, indem sie sich mit ihren Ideen beim Bezirksamt melden“, betont Eschweiler.

Bislang ist die Ausbildung zweier Schwerpunktbereiche bekannt: Diese sind unmittelbar dem Wegeverlauf angelagert. Ein Platz bildet den zentralen Quartiersplatz einschließlich Kinderspielplatz, einer dient als Sport- und Freizeitbereich. Es sind neben verschiedenen anderen Spielgeräten ein Holzspielschiff für die Kleinkinder im Nordwesten, zum anderen eine Seilnetzpyramide für die Kinder und Jugendlichen im Südosten geplant. Dort wird ebenfalls der von allen Beteiligten gewünschte Rasenbolzplatz angelegt sowie eine Doppelseilbahn installiert.

Die Nutzung des Quartierplatzes ist bewusst flexibel gehalten: Alle Ansprüche, auch die an einen bespielbaren Freiraum, sind gut erfüllbar. Die große Resonanz und das Interesse der Bürger an der Planung spiegeln sich in der Vorfreude wider, die von Tag zu Tag größer werde.

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