Aachen: Grüne meinen: „Der Steffensplatz ist in die Jahre gekommen“

Aachen: Grüne meinen: „Der Steffensplatz ist in die Jahre gekommen“

Der Steffensplatz soll bald ganz anders aussehen, wenn es nach den Grünen geht. „Der Platz kann mehr, als er tut“, meint Ratsherr Michael Rau, der vom Betreiber des Eiscafés San Remo am Adalbertsteinweg auf die Idee gebracht wurde, das Areal nutzbarer zu machen. „Jetzt ist hier ja nicht besonders viel, ein paar Bänke und vor allem Hubbel, Hubbel, Hubbel“, begründet Rau den Antrag, den Steffensplatz, der direkt am unteren Adalbertsteinweg liegt und die Verbindung zur Friedrichstraße darstellt, umzugestalten.

„Wir wollen damit auch der umliegenden Gastronomie die Gelegenheit geben, Tische und Bänke aufzustellen und draußen zu servieren“, sagt der grüne Ratsherr. Der jetzige Zuschnitt sei ziemlich ungeeignet für Gastronomiebetriebe. „Ein Künstler war nach Auskunft der Verwaltung nicht an der Gestaltung des Bereichs beteiligt“, verweist Rau auf die Tatsache, dass urheberrechtliche Bedenken ebenfalls nicht vorliegen. „Der Steffens­platz ist zweifellos in die Jahre gekommen“, ist Rau überzeugt.

Trotzdem würden sich mehr und mehr Anwohner und Passanten auf dem Steffensplatz aufhalten. Da kämen doch mehr Sitzgelegenheiten und die Möglichkeit, eine Tasse Kaffee zu genießen, sehr gelegen. „Ja“, gibt Rau zu, „der Adalbertsteinweg ist schon einigermaßen laut. Aber ein Brunnen oder ein Wasserlauf würde nicht nur gut passen und aussehen, Wasser schluckt auch Lärm.“

Privatbaumeister Steffens

Bei der Neugestaltung des Steffens­platzes, der nach dem im 19. Jahrhundert tätigen „Privatbaumeister“ — heute würde man wohl Investor sagen — Joseph Steffens benannt wurde, müsste man sich auch Gedanken über eine Neuordnung der Pkw-Stellplätze und über die Bereichs-Querung von Radfahrern machen. Und auch die Einmündung Friedrichstraße müsste neuen Platzverhältnissen angemessen angepasst werden.

Guckt man sich um auf dem Platz, von dem viele Öcher noch nicht einmal wissen, dass es ihn gibt, sieht man, dass zwar noch viele Einzelhändler vor Ort sind, die Gastronomie aber etwas weniger geworden ist. So fehlen beispielsweise die Bar „Barbarina“ am Anfang der Friedrichstraße und „Bei Ludwig“, das Nachtlokal, in dem Bürger und zahlreiche dubiose Gestalten ihre halben Hähnchen aßen und dazu ihr Bier tranken.

Jetzt wird die Verwaltung von den Grünen aufgefordert, Pläne für eine Neugestaltung vorzulegen. In der Dezembersitzung des Planungsausschusses wird der Antrag den Politikern vorgelegt. „2015 ist der Adalbertsteinweg dran, saniert zu werden. Dann könnte auch der Steffensplatz in einem Zug mit umgestaltet werden“, überlegt Michael Rau.

Jetzt soll die Verwaltung erst einmal in Ruhe planen und die Kosten ermitteln. „Die werden nicht besonders hoch sein und werden bei dem, was die Sanierung des Adalbertsteinwegs kostet, kaum ins Gewicht fallen.“