Aachen: Gründerpreis: viele „echte“ Ideen für „unechte“ Unternehmen

Aachen : Gründerpreis: viele „echte“ Ideen für „unechte“ Unternehmen

Bundesweit ist man mal wieder auf der Suche nach den besten jungen Unternehmensgründern — zwar mit „unechten“ Unternehmen, aber dafür mit vielen „echten“ Ideen. Der Deutsche Gründerpreis für Schüler ist bereits im Januar gestartet, nun gab es die Auftaktveranstaltung der Sparkasse Aachen.

13 Teams aus der Städteregion nehmen in diesem Jahr an Deutschlands größtem Existenzgründer-Planspiel teil.

In der Spielphase entwickeln die Schülerteams ihre Geschäftsidee, die zwar fiktiv ist, aber dennoch realisierbar sein sollte. Am Ende müssen die potenziellen Gründer dann ihre Unternehmenskonzepte präsentieren, Businessplan und Marketingstrategie inklusive.

Zur Einstimmung wurde ein Video der letztjährigen Bundessiegerehrung in Hamburg gezeigt — sozusagen der noch einige Schritte entfernte Traum der Teilnehmer. Und die deutschlandweiten Gewinner saßen sogar strahlend in der ersten Reihe: Wie schon 2014 konnte auch 2016 ein Team vom Heilig-Geist-Gymnasium in Würselen — in diesem Fall „Graintech“ — den Sieg in die Region holen.

„Das Netzwerk, das man aufbauen kann, ist echt enorm“, waren sich die vier Mitglieder von „Graintech“ einig. Ihre Idee war ein spezielles Düngekorn mit vier Wirkstoffschichten, das dem Landwirt die Arbeit erleichtern soll. Damit auch 2017 der Titel wieder in die Region wandert, müssen die Schüler und Schülerinnen die „Ärmel hochkrempeln“, so Heribert Funken, Leiter der Investitionsförderung der Sparkasse Aachen.

An Ideen mangelte es den teilnehmenden Jungen und Mädchen über 16 Jahren jedenfalls nicht: Vom optimierten Insektenschutzmittel über kompakte Handwaschanlagen bis hin zur Nutzung von Drohnen zum Gebäudecheck war alles vertreten. Doch um erfolgreich zu sein, zählt nicht nur die Idee. Neun Aufgaben müssen im Laufe der Zeit erledigt werden, so dass letztlich ein überzeugender Geschäftsplan erkennbar ist.

Noch bis zum 4. Mai läuft die Spielphase, am 1. Juni wird dann der Sieger der Region geehrt. Den zehn besten Teams aus der Städteregion Aachen winken großzügige Sach- und Geldpreise. „Diese sind aber nicht das Entscheidende, sondern der persönliche Nutzen für die berufliche Zukunft“, betonte Funken. Ob es dann wieder für eine bundesweite Top-Platzierung reicht, hängt nun vom Fleiß, der Kreativität und der Ideenumsetzung der Teams ab.

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