Großes Kulturprojekt mehrerer Aachener Grundschulen

Theaterprojekt in Brand : Kinder erklären den Klimawandel

Naturschutz und kultureller Austausch waren Themen der diesjährigen Kinder-Kulturkarawane in Brand, an der mehr als 1000 Schülerinnen und Schüler teilnahmen.

Wenn der Mond sich in die Sonne verliebt, gerät die Zeit aus dem Takt. Wenn der Mensch die Natur für Plastikplunder verkauft, entsteht Chaos: Das ist sehr verkürzt die Essenz des Theaterstückes „Oshe und Bari“ der peruanischen Zirkus-Theatergruppe „Arena y Esteras“, die zurzeit mit dem Programm der Kinder-Kulturkarawane durch Deutschland reist.

Acht Tage lang die Truppe in der Gesamtschule Brand, berichtet Bernd Lichtenberg, Organisator der Kinder-Kulturkarawane in Brand. Dort spielten sie vor mehr als 1000 Schülerinnen und Schülern ihr Theaterstück. Alle vier Grundschulen des Stadtteils waren zu Gast in der Gesamtschule und sahen, wie die jungen Künstler aus Peru (zwischen 15 und 27 Jahre alt) mit wunderschön gestalteten, bunten Kostümen, phantasievollen Requisiten und tollen Zirkusnummern eine anrührende Geschichte vom Umgang der Menschen mit der Natur erzählten. Wie Oshe, der Mond, sich in Bari, die Sonne, verliebt und so die Harmonie der Welt gefährdet, und wie der Verkauf der Natur für billiges Plastik-Spielzeug das Leben auf der Erde bedroht.

Tanz und Live-Musik

Die Zirkus-Künste der Gruppe machten die erzählte Legende anschaulich, spannend und unterhaltsam. Kunstfertige Jonglage-Einlagen, geschickte Artistik mit Tanz und Live-Musik begeisterten die Kinder und Jugendlichen.

Als der Mond mit einem überdimensionalen Reifen tolle Kunststücke vollführte, die Sonne auf einem hohen Einrad Sterne streute, Waldgeister sich um einen Ball stritten und mit gefangenen Fischen jongliert wurde, applaudierte das junge Publikum lautstark. Trotz der ernsten Thematik war das Motto von „Arena y Esteras“ immer präsent: die schnellste Verbindung zwischen zwei Menschen ist ein Lächeln.

Für die thematische Einordnung war gesorgt: Schülerinnen und Schüler der Gesamtschule Brand informierten über das Land Peru und die „Global Goals“ der Vereinten Nationen. Ein Gespräch zwischen einem Eisbären und einem Mädchen machte beispielhaft und unterhaltsam die Problematik des Klimawandels deutlich.

Seit 2005 in Brand

Die Kinder-Kulturkarawane kommt bereits seit 2005 alljährlich in die Gesamtschule Brand und schärft damit das Profil der Gesamtschule Brand als Schule der Zukunft. „kulTUr WAS!“ hat eine Schülerin diese Aktions-und Begegnungstage getauft. Organisiert und finanziert durch den schuleigenen FAIRein e.V. mit Mitteln von Engagement Global einer Organisation des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung. Parallel zum dem Besuch der Kinder-Kulturkarawane nahm die „Germanwatch Klimaexpedition“ in sechs Klassen der Jahrgänge sechs und sieben die Kinder auf eine Reise durchs Weltklima mit und zeigte ihnen Ursachen und Wirkungen des Klimawandels. Aus Sicht der Veranstalter ging die „intensive Woche des globalen Lernens“  wieder viel zu schnell zu Ende. (red)

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