Aachen: Große Verdienste: Dompropst Helmut Poqué verabschiedet

Aachen: Große Verdienste: Dompropst Helmut Poqué verabschiedet

Mit einem Pontifikalamt im Aachener Dom ist Monsignore Helmut Poqué am Sonntag, 28. September, als Dompropst verabschiedet worden. In Anwesenheit des Domkapitels war Bischof Dr. Heinrich Mussinghoff Hauptzelebrant.

„Es gibt guten Grund Gott Dank zu sagen für ein langes Leben und für diese achtjährige Dienstzeit als Dompropst. Sie haben hohe Verdienste um das Bistum Aachen“, sagte Bischof Mussinghoff in seiner Predigt. Neben der Tätigkeit als Dompropst würdigte der Bischof vor allem Poqués Zeit als Regens des Priesterseminars von 1979 bis 2004.

„Mit 25 Jahren sind Sie in Deutschland wohl der Regens mit den längsten Dienstjahren. Sie kennen den größten Teil unserer Priester persönlich. Sie haben in bewegten Jahren die Priesterbildung geformt und unsere Priesterkandidaten zu geistlichem Leben und menschlicher Reife, zu theologischer Bildung und pastoraler Befähigung geführt. Ihre Stimme galt und gilt etwas in der deutschsprachigen Regentenkonferenz.“

Als Dompropst habe Helmut Poqué sich um die Verwaltung und den Erhalt der Domkirche, um die Pflege der Liturgie und Musik und ihrer kulturellen Ausstrahlung gekümmert. Besonders beeindruckend sei sein Wirken als Dompropst bei der Vorbereitung und Feier der diesjährigen Jubiläen, der 1200 Jahrfeier des Todes Kaiser Karls des Großen, der Heiligtumsfahrt und des 600-jährigen Jubiläums der Chorhalle gewesen. „Unvergessen ist die heitere, gelöste Stimmung, die vielen zu Herzen gehenden Gottesdienste und Veranstaltungen.“

Bei einem Empfang in der Domsingschule dankte Dompropst Poqué allen Menschen, die für ihn auf seinem Lebensweg wichtige Stationen gebildet hätten. Wenn er auf seine Zeit als Dompropst zurückschaue, sei dies ein sehr spannende, schöne Zeit gewesen. Er betonte, dass der Dom das Eigentum aller sei. Und so sei es unwahrscheinlich schön, wie viele Menschen dazu beitragen würden, mit ihren finanziellen und zeitlichen Möglichkeiten dieses Bauwerk nicht nur als Museum, sondern wirklich als Kirche zu erhalten.

Die Statuten des Domkapitels sehen vor, dass Monsignore Hans-Günter Vienken als dienstältester residierender Domkapitular (canonicus senior) den Dompropst in seinen Aufgaben vertreten wird, solange der Nachfolger von Helmut Poqué noch nicht ernannt ist.

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