Aachen: Große Neuerungen bleiben diesmal beim CHIO aus

Aachen : Große Neuerungen bleiben diesmal beim CHIO aus

Weniger als zwei Wochen sind es noch, dann geben in der Soers wieder die Pferde den Ton an. Doch statt vornehmen Wiehern, tosendem Applaus und sonoren Lautsprecherstimmen tönen derzeit noch Kreissägen, Hammerschläge und Bohrmaschinen über das Turniergelände des CHIO.

„Sechs Wochen dauert der Aufbau aller Zelte“, berichtet Ulrich Fischer, der bei der Aachener Reitturnier GmbH (ART) verantwortlich für den Aufbau des Zeltstadt ist. „Und zurzeit sind wir zu 50 bis 60 Prozent fertig.“ Bleibt also noch viel zu tun bis zum Start der diesjährigen Ausgabe des Weltfestes des Pferdesports am Freitag, 13. August.

Noch stehen längst nicht alle Zelte auf dem Turniergelände in der Soers, doch ALRV-Präsident Carl Meulenbergh und Turnierdirektor Frank Kemperman sind guter Dinge, dass nicht nur alle Hindernisstangen frisch gestrichen und der Rasen frisch gemäht sein wird, wenn am Freitag, 13. Juli, der CHIO 2018 startet. Foto: Harald Krömer

Kein Wunder, schließlich wachsen derzeit 257 Spitzzelte in der Soers in die Höhe. Und dabei sind die großen Restaurant-Zelte oder gar der doppelstöckige Champions Circle für die besonders wichtigen CHIO-Gäste noch nicht mal mitgezählt. „24 Zeltbauer sind hier täglich bei der Arbeit, die insgesamt 1600 Tonnen Zeltmaterial und 22500 Quadratmeter Zeltplane verbauen, das auf 75 Trucks angeliefert wird“, hat Fischer ausgerechnet.

Noch stehen längst nicht alle Zelte auf dem Turniergelände in der Soers, doch ALRV-Präsident Carl Meulenbergh und Turnierdirektor Frank Kemperman sind guter Dinge, dass nicht nur alle Hindernisstangen frisch gestrichen und der Rasen frisch gemäht sein wird, wenn am Freitag, 13. Juli, der CHIO 2018 startet. Foto: Harald Krömer

Beeindruckende Zahlen, die der veranstaltende Aachen-Laurensberger Rennverein (ALRV) beliebig fortsetzen könnte. So kostet der Auf- und Abbau der Zelte schätzungsweise 500.000 Euro, die die 214 Aussteller aus 16 Nationen über ihre Standmieten tragen.

Großartige Neuerungen sind allerdings nicht zu erwarten. „Wir sind gut aufgestellt“, sagt Turnierdirektor Frank Kemperman. Rund um die Europameisterschaften 2015 sei viel saniert und erneuert worden. „Das ist alles noch gut in Schuss“, so Kemperman. Neu sind lediglich die zwei Videowände entlang der Geländestrecke, auf der die Zuschauer während der Marathonfahrt der Gespanne oder der Vielseitigkeitsprüfung das Geschehen verfolgen können, berichtet ALRV-Präsident Carl Meulenbergh.

Starkoch Johann Lafer wird erstmals gemeinsam mit CHIO-Sponsor Lavazza ein eigenes Zelt betreiben und spezielle CHIO-Teigröllchen anbieten, kündigt Ulrich Fischer an. Und Kemperman erwähnt neue Wasserleitungen und Glasfaserkabel. „Aber die sieht der Zuschauer ja nicht.“

Nicht zu sehen werden auch Zelte oder Stände des CHIO-Partnerlandes China sein. „Unsere chinesischen Gäste präsentieren sich eher in den Stadien und nicht im Ausstellerbereich“, sagt Kemperman.

Der wächst unterdessen weiter. Und hat dazu sogar noch bis nach dem Turnierstart Zeit. Denn wie seit 2008 üblich eröffnen die Voltigierer freitags zwar die sportlichen Wettbewerbe beim CHIO, doch die Zeltstadt öffnet ihre Pforten erst zwei Tage später — am Soerser Sonntag. Und der findet in diesem Jahr am 15. Juli statt.

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