Aachen: Große Lastwagen sollen die Karnevalszüge schützen

Aachen : Große Lastwagen sollen die Karnevalszüge schützen

Als langjähriger Zugleiter des Rosenmontagszuges kennt Günther Hintzen die Zugstrecke durch Aachen natürlich aus dem Effeff. Dennoch hat er sich am vergangenen Freitag zusammen mit Vertretern der Polizei, des Ordnungsamtes und der Feuerwehr die Strecke noch einmal genauestens angeschaut.

„Wir sind acht Kilometer im dichten Schneetreiben durch die Stadt gelaufen“, berichtet Hintzen. Der Anlass war allerdings kein lustiger — und das lag nicht am Wetter.

„Wir planen, in diesem Jahr Vorsperrungen zu errichten, um den Zugweg zusätzlich zu schützen“, sagt Hintzen im Gespräch mit den „Nachrichten“. Hintergrund sei natürlich der Terroranschlag auf den Berliner Weihnachtsmarkt, als ein Lkw in die Menschenmenge gerast war. Bei der Begehung, die im Rahmen der alljährlichen Überprüfung des Sicherheitskonzeptes stattfand, habe man sich verschiedene Punkte angeschaut, wo diese Vorsperrungen sinnvoll erscheinen. Genau festgelegt seien die aber noch nicht. „Da laufen die Besprechungen noch“, so Hintzen, der schätzt, dass es auf zehn bis 15 Punkte — sowohl beim Rosenmontagszug als auch beim Kinderzug — hinauslaufen wird.

Verhindert werden solle natürlich, dass Fahrzeuge unerlaubt die Zugwagen oder die Zuschauer erreichen können. „Dazu werden wir mobile Sperren brauchen, schließlich müssen wir gegebenenfalls auch die Zufahrten für Rettungswagen oder Feuerwehr wieder freigeben“, erläutert Hintzen. „Es wird sich also um stabile Fahrzeuge handeln.“ Mit anderen Worten: Große Lastwagen sollen die Jecken vor den Verrückten schützen.

Details will der Festausschuss Aachener Karneval (AAK) rechtzeitig bekanntgeben. „Wir wollen schließlich niemanden verunsichern“, sagt Hintzen. Das Gegenteil sei vielmehr der Fall.

(hr)
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