Rock-Formation: Grey Attack greift auf der Bühne in der Kappertz-Hölle an

Rock-Formation : Grey Attack greift auf der Bühne in der Kappertz-Hölle an

Satt, saftig — und zuweilen dreckig düster. Grey Attack bläst jetzt nicht nur auf deutschen Bühnen zum Angriff. Die Abteilung Attacke bestücken Grey Charles (Leadguitar, Vocals), Wulff Mahn (Guitar), Frank le Gov (Bass) und JFK (Drums).

Am kommenden Freitag, 21. September, steht die Band (neben Orang Bati und And Then She Came) ab 19.30 Uhr in der Kappertz-Hölle, im Saalbau Rothe Erde, Hüttenstraße 45, auf der Bühne.

2013 wurde die Band gegründet, gerade ist das zweite Album bei DME Music erschienen. „Grains Of Sand“ heißt das aktuelle Video. „Unsere Wahl fiel auf diesen Titel, weil er nicht nur uns mitreißt, wenn wir auf der Bühne stehen. Unsere Fans lieben den Song einfach“, sagt Grey Charles. Der Sound passt zum Look: martialisch, Leder, Metall — alles im apokalyptischen Industrial-Style.

„Wir machen unser Ding, hassen es, uns anzubiedern oder anzupassen. Post-Punk- und Dark-Wave sind Heimat oder eben nicht. Das muss nicht unbedingt etwas damit zu tun haben, dass wir Themen wie Vergänglichkeit und Tod aufgreifen. Es passt einfach für uns“, erklärt der Sänger. Basta.

Dazu gibt‘s heftige Riffs auf die Ohren; aber eben vor allem diese einzigartige Stimme. „Grey hat das einfach drauf. Ich glaube, es ist seine authentische Art, die Lyrics ins Mikrofon zu treiben, die unsere Gigs und Alben ausmachen“, erklärt Gitarrist Wulff Mahn. Mal sphärisch melancholisch, mal brachial. Immer echt. Darauf wurden schnell anderen Größen der Szene aufmerksam. Grey Attack tourten mit Loudness, Y&T, Anvil, Bonfire, And Then She Came und vielen anderen.

Beim Baltic Open Air 2017 teilte sich die vierköpfige Formation die Bühne mit Gotthard, Doro, Leaves Eyes und Battle Fast. Für das Jahr 2018 zählt man jetzt schon 33 Shows. In Deutschland, den Niederlanden, Belgien, der Schweiz und Spanien sind die Musiker auf Tour — auch als fester Support für Robin Beck. „Keine Ahnung, warum wir jetzt so durchstarten, offenbar treffen wir den Nerv“, freut sich Bassist Frank le Gov. Schlagzeuger JFK: „Und es macht jede Menge Spaß!“.

Als Live-Act sind Grey Attack längst über den Status „Geheimtipp“ hinaus. Die Bühnenerfahrung der Jungs mündet in gewaltige Energie. Und die ist auf den Alben spürbar. Zehn Songs sind gerade erst in den Freshart Studios von Produzent Frank Stumvoll entstanden. „Die Gang ist der Hammer: kreativ im Songwriting, sensationell arrangiert.

Die dunkle Seite liegt Grey Attack wie kaum einer anderen Truppe“, lobt Stumvoll. Weitere Videos sind bereits abgedreht, 2019 folgen weitere Festivals, eine große Tour — und dann natürlich Album Nummer drei.

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