Aachen: Grenzlandtheater bringt Hal Ashbys Komödie „Harold und Maude“

Aachen: Grenzlandtheater bringt Hal Ashbys Komödie „Harold und Maude“

1971 kam ein ungewöhnlicher Film in die Kinos: Hal Ashbys quicklebendige Komödie „Harold und Maude“ bestrickte mit Charme, Humor und etwas Anarchie. Das ungleiche Paar (sie über 70, er etwa 20) gehört heute noch zu den unsterblichen Liebespaaren des amerikanischen Kinos. Nun wagt sich Grenzlandtheater-Intendant Uwe Brandt an die aus dem Rahmen fallende Liebesgeschichte zwischen einer lebensfrohen alten Frau und einem morbiden jungen Mann.

Die ungewöhnliche Probeszene betört mit einem ausufernden Bühnenbild zwischen verlottertem Wohnwagen, dichtem Wald und Friedhofsatmosphäre. Doch auch die teure Wohnung, die Mrs. Chasen mit ihrem Sohn Harold bewohnt, kommt ins Blickfeld.

Das Gespräch, das Harolds Mutter mit Dr. Matthews führt, verweist auf die erschreckende Sehnsucht nach dem Morbiden. Auf einem Friedhof sucht der junge Mann die Nähe der Toten.

Die Begegnung mit einer alten Frau wird sein ganzes Leben verändern. Denn die lebenslustige, unkonventionelle und furchtlose Maude spricht ihn nicht nur einfach an, sondern zeigt ihm, wie großartig das Leben sein kann.

Geradezu prädestiniert für die Hauptrollen wirken Renate Fuhrmann als rebellische Maude und Johannes Franke als scheuer Freak. Und wenn Pater Finnegan der alten Dame das Nüsse-Essen auf geweihtem Boden verbieten will, dann kann er sich eine temperamentvolle Predigt von Maude anhören…

Wie diese Geschichte einer besonderen Liebesbeziehung ausgeht, kann man am 26. September im Grenzlandtheater miterleben. Ebenso ernst wie komisch und unterhaltsam, dabei auch tiefgründig, ist „Harold und Maude“ ein Stück für alle Generationen.

Weitere Rollen spielen: Heike Schmidt (Mutter), Volker Weidlich (Dr. Matthews), Tom Viehöfer (Pater) sowie Sarah Härtlich (drei Rollen) und Diana Margolina.

Die Premiere am Donnerstag, 26. September, um 20 Uhr im Grenzlandtheater, Elisengalerie, ist bereits ausverkauft. Weitere Vorstellungen gibt es noch bis zum 2. November in Aachen, danach in der Region

Mehr von Aachener Nachrichten