Aachen: Grandiose Geschäftsideen bei Gründerwettbewerb

Aachen: Grandiose Geschäftsideen bei Gründerwettbewerb

Miteinander ins Gespräch kommen und Ideen austauschen: Das stand bei der Auftaktveranstaltung des Gründerwettbewerbs AC2 in der Sparkasse am Münsterplatz im Mittelpunkt. Potenzielle Firmengründer und Firmen, die expandieren wollen, trafen sich zu einem „lockeren und unterhaltsamen Abend“ und stimmten sich so auf den Wettbewerb ein, der am 12. Mai 2014 bei der Prämierungsfeier im Krönungssaal seinen Höhepunkt finden wird.

Dass es in Aachen spannende Geschäftsideen gibt, zeigte das Gespräch zwischen Moderator Bernd Büttgens, stellvertretender Chefredakteur unserer Zeitung, und Firmengründern, die in der Vergangenheit beim Wettbewerb punkten konnten.

Und da haben auch die ungewöhnlichsten Ideen eine Chance: Der Zauberkünstler René Vander Vreken beispielsweise will eine Akademie der Zauberkünste gründen und gab dem Publikum gleich eine Kostprobe seine Könnens. Er versetzte die Zuschauer mit seiner „Mentalmagie“ ins Staunen, räumte aber ein, dass er sein eigentliches Standbein, die Elektrotechnik, nicht aufgeben will, auch wenn er sich für die geplante Akademie gute Chancen ausrechnet. Die Nachfrage sei schon jetzt sehr groß, sagte er. Rund 350 „Zauberlehrlinge“ bildet er mit seinem Partner bereits heute aus.

Geschäftsfrau Andrea Gadeib hat schon zwei Firmen gegründet und will es jetzt noch ein drittes Mal wissen. Sie denkt an eine Art Tierarztpraxis, die online funktionieren soll. Sie findet es gut und richtig, die eigenen Ideen im Wettbewerb zu spiegeln. Wie der abläuft, erläuterte Michael F. Bayer, Geschäftsführer der Gründerregion Aachen. Der Geschäftsplan ist das A und O der Angelegenheit. Darauf können sich die Firmengründer schon einstellen.

Gewiss ist ihnen dabei aber auch jede erdenkliche Unterstützung. Laut Aachens Oberbürgermeister Marcel Philipp ist AC2 ein „Erfolgsmodel mit vielen, vielen Gewinnern“. Bestehende Unternehmen würden ihre Potenziale entdecken, und Menschen mit Ideen bekämen einen Motivationsschub, sagte er. Sein Dank galt auch der Sparkasse Aachen, die eine wesentliche Säule des Modells sei.

Hubert Herpers, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse, erinnerte an die Anfänge des Wettbewerbs, der seit zehn Jahren ausgeschrieben wird: „In den 1990er Jahren ebbte die Bereitschaft zur Existenzgründung ab.“ AC2 sollte gegensteuern. „Doch ohne die Hilfe der vielen Partner wäre der Erfolg so nicht möglich gewesen“, meinte Herpers.

Existenzgründer wie Dr. Michael Nagel und Marcel Meurer freuen sich ganz offensichtlich über die Chance, die der Wettbewerb bietet: Sie haben eine Messspitze entwickelt, die die Leitfähigkeit von Schichten misst, und haben die Jury im vergangenen Jahr mit ihrer Geschäftsidee überzeugt. Der Abend der Preisverleihung sei an Spannung kaum zu überbieten gewesen, erzählten sie. Darauf können sich schon jetzt alle neuen Teilnehmer freuen.

Die Teilnahme an dem Wettbewerb ist noch immer möglich: Anmeldung unter Gründerregion Aachen, Telefon 0241/4460350 oder per E-Mail an info@ac-quadrat.de.