Aachen: Grabeskirche St. Josef bleibt vorerst noch Baustelle

Aachen: Grabeskirche St. Josef bleibt vorerst noch Baustelle

Bei ihrem Besuch in der Grabeskirche St. Josef wurde Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt auch an ihre eigene Kindheit erinnert. Als Kind aus dem Ostviertel empfing ihre Schwester in dem Gotteshaus ihre Erstkommunion.

Die Sozialdemokratin war sich am Samstag nicht ganz sicher, vermutete aber, selbst in der Kirche getauft worden zu sein. Heute ist das frühere Gotteshaus als wohl Aachens ungewöhnlichste Ruhestätte.

Derzeit laufen in der Grabeskirche nach dem Umbau im Inneren umfangreiche Sanierungsarbeiten am Gewölbe. Schmidt machte sich bei ihrem Besuch ein Bild von den Arbeiten.

Hintergrund dafür war, dass der Haushaltsausschuss des Bundestages im Rahmen des Sonderprogramms Denkmalschutz die Sanierungsarbeiten gefördert hat. Schmidt hat sich als Aachener Bundestagsabgeordnete dafür eingesetzt.

Schmidts Besuch war aufgrund der Einladung von Pfarrer Markus Frohn, des Kirchenvorstandes und Pfarrgemeinderates zustande gekommen. Pfarrer Frohn dankte Schmidt, denn „ohne ihr Dazutun, ihre Vermittlung und ihr Mitwirken” seien die Umbauarbeiten wohl kaum so gut vorangekommen. Schmidt sicherte ihm im Rahmen ihrer Möglichkeiten weitere Unterstützung zu. Ohne das Sonderprogramm wäre es nicht möglich, den baulichen Bestand zu sichern, so Schmidt.

Der rund einstündige Ortstermin führte die Ministerin zwar nicht unters Dach, wo die Gewölbesanierungen stattfinden. Dafür aber führten Pfarrer Frohn und der den Umbau betreuende Architekt Ulrich Hahn die Ministerin durch das Kirchenschiff und vorbei an die Urnengräber in den Grabesstelen. Auf dem Programm stand zudem der Besuch der Ausstellung mit Fotos und Presseartikeln über die Kirche, deren Zerstörung und Wiederaufbau nach dem Zweiten Weltkrieg sowie über die laufenden Umbau- und Sanierungsarbeiten.

In dem in der Grabeskirche belassenen Taufbecken mündet ein in der Kirche entspringendes Rinnsal. Es soll den Weg zwischen Geburt und Taufe, Leben, Tod und dem ewigen Leben im Himmel symbolisieren.

Als Geschäftsführerin Edith Bircken Ulla Schmidt bei dem Rundgang das Taufbecken zeigte, wurde es für die Ministerin persönlich. Sie erzählte von der Erstkommunion ihrer Schwester - und ihrer eigenen Taufe.

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