Aachen: Gleich sieben Auszeichnungen auf einen Schlag

Aachen : Gleich sieben Auszeichnungen auf einen Schlag

Rede, Flyer, Buch, Plakat oder Comic — erst die Ausgestaltung dieser verschiedenen Ausdrucksformen füllt sie auch mit Leben. Die Schülerinnen und Schüler des Berufskollegs für Gestaltung und Technik (BK GuT) in Aachen haben einmal mehr unter Beweis gestellt, dass ihre Arbeiten eine besondere Qualität besitzen.

Beim diesjährigen Europäischen Wettbewerb war keine Schule aus Nordrhein-Westfalen so erfolgreich wie das BK GuT mit sieben Auszeichnungen. Am 63. Wettbewerb in diesem Jahr zum Thema „Gemeinsam in Frieden leben“ haben sich in NRW mehr als 2000 Schüler mit 650 Arbeiten beteiligt, auf Bundesebene waren es 77.000 Teilnehmer.

„Die Schülerinnen und Schüler haben die Preise für unsere Schule gewonnen. Darunter sind sowohl Schüler aus der dualen Berufsausbildung als auch Schüler vom Beruflichen Gymnasium für Gestaltung. Damit wird die große Bandbreite der Kompetenzen unserer Schule dargestellt“, freut sich die Schulleiterin Christiane Levold. Die Sieger des Europäischen Wettbewerbs kommen in diesem Jahr aus den Klassen der Mittelstufe der Mediengestalter sowie aus der elften Klasse des Beruflichen Gymnasiums, das Vollzeit besucht wird.

Der Europäische Wettbewerb wird von der Europäischen Bewegung Deutschland durchgeführt. Sie ist das größte Netzwerk für Europapolitik in Deutschland. „Ursprung des Europäischen Wettbewerbes ist ein französischer Aufsatzwettbewerb. Mittlerweile gibt es eine Vielzahl von Preisen, die für die unterschiedlichen Arten der Arbeiten und in den verschiedenen Modulen des Wettbewerbs auf Bundes- und Landesebene vergeben werden“, erklärt Elke Kraus-Ohler, Betreuerin der Arbeiten und Politiklehrerin am BK GuT.

Jens Baumanns wurde für seine Rede zum Thema „Wir sind Europa“ auf Bundes- sowie auf Landesebene ausgezeichnet und erhielt den Preis des Bundespräsidenten. Der angehende Mediengestalter thematisiert gut 100 Jahre nach Beginn des Ersten Weltkrieges die Vorteile des Zusammenlebens im heutigen Europa. Angesichts von Flucht und Wirtschaftskrisen stellt er die Frage nach europäischen Werten und Solidarität. „Europa ist für mich, wenn man die Nationalität vergisst“, heißt es in der Rede von Jens Baumanns.

Eigene Fotos

Er habe die Grundidee in ein paar Stunden entwickelt und diese dann über mehrere Tage ausformuliert, so der Preisträger. Auch die Arbeit von Sophia Immendorf beschäftigte sich mit dem Thema „Wir sind Europa“. „Ich habe die Karte von Europa mit Begriffen gefüllt, die ich mit Europa verbinde. Darunter sind Sicherheit, Freiheit, Frieden oder multikulturell“, sagt die Schülerin des Bildungsganges Mediengestaltung. Der Beitrag von Sophia Immendorf wurde mit Platz drei beim Landesentscheid ausgezeichnet.

Im Bereich „Gewalt im Alltag“ konnten die Schülerinnen und Schüler des BK GuT ebenfalls Erfolge feiern. Mit ihrem Flyer, der ihnen die Auszeichnung des Landessiegers sowie die Nominierung fürs Bundesfinale eingebracht hat, haben Kim Liebert, Linda Weidner und Miriam Gier die Aufmerksamkeit auf das Thema Gewalt gegen Frauen lenken wollen.

„Wir haben einen zweiseitigen Flyer gemacht, für den wir eigene Fotos benutzt haben. Der Slogan ist bewusst in Englisch formuliert, damit er international Wirkung erzielt“, betonen die Schülerinnen der Mittelstufe Mediengestaltung. Ebenso wurde der zweite Beitrag in diesem Modul auf Landesebene gewürdigt.

Das Plakat von Rebecca Kniepen und Rebecca Krüger zeigt eine Kinderzeichnung, die die Gewalt eines Vaters gegenüber der Mutter aus Sicht des Kindes thematisiert. „Wir wollten zeigen, dass auch die Kinder von Gewalt gegen Frauen betroffen sind“, so die Gewinnerinnen des dritten Platzes im Landesentscheid.

Zum Thema „Frauen tragen die Hälfte des Himmels“, das einem chinesischen Sprichwort nachempfunden ist, konnte sich das BK GuT ebenfalls zweimal Platz drei im Landesentscheid sichern. Das Buch von Katrin Reimann und Julia Swaczyna wurde zudem für das Bundesfinale nominiert. „In Bildern und Texten zeigen wir die Gegenwart von Frauen in Deutschland und das, was man noch verbessern kann“, so die Schülerinnen der elften Klasse des Beruflichen Gymnasiums.

Sie hätten die Arbeit untereinander aufgeteilt, eine hat sich mit den Texten befasst, die andere hat die Bilder gezeichnet. Mit dem Comic von Louisa Meyer konnte das Berufskolleg einen weiteren dritten Platz im Landesentscheid belegen.

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