Aachen: Giftig, brennbar und explosiv: Großalarm

Aachen: Giftig, brennbar und explosiv: Großalarm

Großeinsatz am Westbahnhof: Rund 150 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Polizei und Bundespolizei sowie von Hilfsorganisationen hatten in der Nacht zum Sonntag stundenlang zu tun. Der Grund war ein befürchteter Gefahrstoffaustritt an einem Kesselwagen.

Bedienstete der Bahn hatten nach 23 Uhr am Samstagabend die Feuerwehr alarmiert, nachdem der Zugführer am Kesselwagen einen deutlichen Geruch festgestellt hatte. Der Güterzug war unterwegs von Antwerpen nach Ludwigshafen.

Der Inhalt des Kesselwagens, so Aachens Feuerwehrchef Jürgen Wolff, hatte es in sich: „Der Stoff war giftig, brennbar und explosiv.” Die Einsatzkräfte sperrten zunächst den unmittelbaren Bereich ab, ein Studentenhotel wurde geräumt. Rund 130 junge Leute wurden in zwei Aseag-Bussen auf dem Bendplatz untergebracht. Auch Spezialisten für solche Fälle wurden hinzugerufen: die Werkfeuerwehr Bayer Dormagen und die Analytische Task Force (ATF) der Feuerwehr Köln.

Der Ärztliche Leiter der Feuerwehr und der Leitende Notarzt vor Ort ließen die Einsatzkräfte untersuchen, die ganz nah am Geschehen waren. Bei diesen Untersuchungen wurden keine Symptome festgestellt, so dass niemand ins Uniklinikum gebracht werden musste.

Die Spezialisten der Werkfeuerwehr Bayer Dormagen und der Feuerwehr Köln konnten bei ihren Untersuchungen zwar eine Geruchsbelästigung bestätigen, ein Leck am Kesselwagen wurde aber nicht festgestellt. Womöglich, so konnte Feuerwehrchef Wolff nur mutmaßen, sei beim Befüllen des Wagens eine winzige Menge danebengelaufen. Gegen 5 Uhr morgens war der Einsatz beendet. Auch die Studenten durften endlich zurück in ihre Betten.

Der Leiter der Aachener Feuerwehr lobte am Sonntag ausdrücklich die gute Zusammenarbeit mit den Einsatzkräften aus der Städteregion.