Ghostbike am Hansemannplatz in Aachen bekommt neuen Lack

Hansemannplatz : Das Ghostbike wird repariert

Die Blumen sind noch da, auch eine Kerze leuchtet, nur das Fahrrad ist weg: Das weiße Ghostbike, das seit fast zwei Jahren an eine tödlich verunglückte Radfahrerin am Hansemannplatz erinnert, wird zurzeit repariert.

Das bestätigt der Verantwortliche, der das Rad in Eigeninitiative an der Unfallstelle platziert hat, auf Anfrage unserer Zeitung. Das Ghostbike sei damals kurzfristig entstanden, sagt der Aachener, der namentlich nicht in der Zeitung genannt werden will. Er habe ein altes Fahrrad, das seit Jahren defekt im Keller stand, mit Sprühlack weiß gefärbt. Mittlerweile ist die weiße Farbe an vielen Stellen abgeplatzt. Deshalb werde es nun neu lackiert.

Auch knapp zwei Jahre nach dem Unfall werden an der Kreuzung immer wieder frische Blumen abgelegt und neue Kerzen angezündet. Am Sonntagabend soll das Fahrrad nach knapp zwei Wochen Reparatur wieder am Hansemannplatz stehen. Auch an der Vaalser Straße, an der Schanz und an der Sittarder Straße wurden Ghostbikes in Gedenken an tödlich verunglückte Radfahrer aufgestellt.

Das Phänomen der Ghostbikes stammt aus den USA. Die weißgestrichenen Fahrräder sind ein Mahnmal für im Straßenverkehr tödlich verunglückte Radfahrer. Neben der Funktion als Gedenkstätte sollen sie auch auf mögliche Gefahrenpunkte hinweisen.

Das Fahrrad entstand kurzfristig nach dem tödlichen Unfall. Die Witterung hat in den vergangenen zwei Jahren Spuren hinterlassen. Foto: Harald Krömer ZVA/Harald Krömer
(akas)
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