Aachen: Gewoge-Häuser: 77 neue Wohnungen für das Ostviertel

Aachen : Gewoge-Häuser: 77 neue Wohnungen für das Ostviertel

Im Aachener Ostviertel sollen zum Jahresende 77 neue Wohnungen bereitstehen. Die gemeinnützige Wohnungsgesellschaft Gewoge entwickelt an der Stolberger Straße ein generationsübergreifendes Wohnprojekt.

„Fast 17 Millionen Euro werden hier investiert“, erklärte Gewoge-Vorstand Ulrich Warner am Montag bei einem Ortstermin auf der Baustelle. „50 Handwerker sind hier jeden Tag gleichzeitig im Einsatz. In vier Monaten wollen wir fertig sein, und wir bewegen uns im Zeit- und im Kostenrahmen.“

Gewoge-Vorstand Ulrich Warner (l.) begrüßte NRW-Bauminister Michael Groschek auf der Großbaustelle im Ostviertel.

So richtig erkennbar wird die Dimension des Komplexes erst, wenn man in dem großen Innenhof steht. Fünf Gebäude (mit insgesamt zehn Hauseingängen) wurden hier hochgezogen. 44 der 77 neuen Einheiten werden öffentlich geförderte Wohnungen sein, erklärte Warner. Damit erreiche die Gewoge eine Quote von mehr als 50 Prozent, „und das entspricht unserem Satzungsauftrag.“ Alle Wohnungen sind barrierefrei, vier Wohnungen sind zudem rollstuhlgerecht, dazu gehört auch eine Gruppenwohnung mit fünf rollstuhlgerechten Apartments.

Die Kaltmiete für die 44 öffentlich geförderten Einheiten wird bei 5,60 Euro pro Quadratmeter liegen. Die frei finanzierten Wohnungen werden zwischen 7,50 und 8,50 Euro Kaltmiete pro Quadratmeter kosten.

Großes Lob gab es vom NRW-Bauminister. „Ein tolles Projekt“, befand Michael Groschek, der am Montag die Baustelle besuchte. Die öffentlich geförderten Wohnungen werden zu 80 Prozent vom Land finanziert. Diese eher selten gewährte Sonderförderung ist auch an besondere Auflagen gebunden. So bieten die neuen Häuser an der Stolberger Straße unter anderem Liegendtransportaufzüge und hohe energetische Standards, aber auch hochwertige Klinkerfassaden. Den Wettbewerb für die Baumaßnahme hatte seinerzeit das Büro HWR Architekten, Dortmund, gewonnen. Um die Ausführung kümmert sich nun das Aachener Büro pbs architekten. Auch pbs-Geschäftsführer Frank Riedel ist sehr zuversichtlich, dass Ende des Jahres alles fertig sein wird.

Bewohnertreff fürs Viertel

Aachen sei mittlerweile vorbildlich bei der Wohnraumförderung, befand Groschek. Er geht davon aus, dass in diesem Jahr mindestens 24 Millionen Euro an Landesgeld für soziale Wohnraumförderung nach Aachen fließen werden.

Gewoge-Bauleiterin Isabel Offermanns, die die Gäste durch die Baustelle führte, wies besonders auf den geplanten Bewohnertreff hin. Hier wird die Freie Alten- und Nachbarschaftshilfe Aachen (Fauna e.V.) Angebote für die Bewohner der fünf Häuser, aber auch für die gesamte Nachbarschaft aufbauen, erläuterte Fauna-Vorsitzender Jörg Limbrock. Auch der Pflegedienst der Fauna wird in einem der Häuser ein Büro unterhalten. Ein Schwerpunkt der Arbeit wird kultursensible Pflege sein. Mit den Nachbarn von der Yunus-Emre-Moschee auf der anderen Straßenseite gebe es bereits einen regen Austausch, so Limbrock.

An fünf Standorten in Aachen baut die Stawag derzeit mehr als 300 Wohnungen. Die Stolberger Straße ist laut Warner eines der größten Projekte.

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