Projekt an der Maria-Montessori-Gesamtschule: Geschäftsmodell ohne Anspruch auf Gewinn

Projekt an der Maria-Montessori-Gesamtschule: Geschäftsmodell ohne Anspruch auf Gewinn

Alle haben eine Stimme und tragen entsprechend auch Verantwortung. Rund 30 Schülerinnen und Schüler der Maria-Montessori-Gesamtschule haben jetzt als Genossenschaft die „Grüne Firma“ gegründet. „Es ist erstaunlich, dass wir so schnell so weit gekommen sind“, sagt der fünfköpfige Vorstand. Die Schüler wollen Produkte aus Holz und Floristik verkaufen. Und sie sind sich einig, dass sie bei diesem Unterfangen jede Menge über das wirkliche Geschäftsleben lernen werden.

Die Idee dahinter ist denkbar einfach: Unter dem Slogan „green for you“ wollen sie ihre Produkte Eltern und Lehrern anbieten. Der erste Erlös soll dann in Hochbeete investiert werden, um so die Angebotspalette zu erweitern. Als Genossenschaft haben sie keinen Anspruch auf Gewinn, und die Aachener Bank hilft den jungen Menschen dabei, ihren Plan umzusetzen. „Wir wollen die Handlungskompetenz unserer Schüler erweitern“, sagt Barbara Pesch, Koordinatorin für berufliche Orientierung an der Montessori-Gesamtschule. Und nichts sei wirkungsvoller, als in einer solchen Genossenschaft die Praxis und den Berufsalltag zu üben. Pesch steht den Schülern dabei gemeinsam mit Mechthild Thünte zur Seite.

Finanzen nicht leicht

Als Genossenschaft hat die Firma einen Vorstand, einen Aufsichtsrat, sowie Abteilungen für Marketing, Buchhaltung, Einkauf, Verkauf und Produktion. Gerade was die Buchhaltung und die Finanzen betrifft, haben sich die Schüler zum Teil in einem Workshop fit gemacht. „Und das war alles andere als leicht“, sagen sie. „Ohne die Kooperation mit anderen Partnern wäre ein solches Unterfangen gar nicht möglich“, ergänzt Pesch. So gab es unter anderem auch Unterstützung von der Industrie- und Handelskammer und von der Gründer-Region Aachen. Immerhin galt es auch, einen Businessplan zu erstellen und betriebswirtschaftliche Grundlagen zu erarbeiten.

Laut Pesch sind die Firmengründer nach wie vor mit Feuereifer bei der Sache und brennen für das, was sie tun. Jetzt gingen sie auch ganz offiziell an den Start. Max Brübach, Meryem Ece, Eric Freialdenhoven, Nadin Jabakhanji und Annalena Züll luden ganz offiziell zur Gründerversammlung ein. Neben den Schülern waren auch Vertreter der Kooperationspartner, der Schule, der Eltern und des Genossenschaftsverbandes der Einladung gefolgt.

Ein großer Tag

Für die Schüler der Genossenschaft war das ganz offensichtlich ein großer Tag. Zum ersten Mal stellten sie in dieser Runde ihr Projekt vor und wählten im Anschluss ihren Vorstand und ihren Aufsichtsrat.

Einem guten Gelingen steht also nichts mehr Wege. Der Genossenschaftsverband Verband der Regionen wird die die neue Firma auf jeden Fall im Auge behalten und gegebenenfalls auch unterstützend eingreifen. Der Gewinn für die Schüler steht laut Pesch schon heute fest: „Denn zum einen werden Kompetenzen wie Teamfähigkeit, Verantwortung, und Kommunikationsfähigkeit geschult, zum anderen lernen die Schüler Fertigkeiten im Umgang mit Holz und Pflanzen. Und dazu kommt noch all das Wissen, das notwendig ist, um eine Firma ans Laufen zu bringen.

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