Aachen: Genau 123 Oldies und eine Rallye durch drei Länder

Aachen : Genau 123 Oldies und eine Rallye durch drei Länder

Bei Motorengeräuschen und Benzingeruch tummelten sich am Samstag zahlreiche Menschen auf dem Aachener Markt. Anlass war die 9. AKV-Oldtimer-Rallye, auch „The Race“ genannt, die vor dem Rathaus ihren Start- und Zielpunkt hatte. In diesem Jahr nahmen 123 Fahrzeuge teil, das älteste unter ihnen aus dem Jahr 1927.

Die Strecke ist dabei immer etwas besonderes, wie AKV-Präsident Werner Pfeil weiß. „Wir können drei Länder miteinander verbinden“, sagt Pfeil, „das hat einen gewissen Reiz.“ Die Fahrer wurden quer durch die Euregio geschickt, von Aachen aus ging es insgesamt 150 Kilometer über Kerkrade, Herzogenrath und Roetgen wieder zurück bis zum Ausgangspunkt am Markt.

Heute am 03. Juni 2017 AKV The Race, Oldtimer Rallye Aachen Markt © dmp (Ralf Roeger).

Der Anspruch, jedes Jahr wieder etwas Neues zu bieten, macht die Veranstaltung zu einer organisatorischen Herausforderung. „Die Rallye ist eine der Hauptveranstaltungen neben dem Karneval“, erzählt Pfeil. Ein bewährtes Team arbeitete daran, dass sich sowohl Fahrer als auch Zuschauer wohl fühlen. Unter anderem gehörten diesem Team Hauptorganisator Josef Schumacher und Fahrtleiter Hans Keller an.

Gut besucht: Viele Oldtimerfreunde und Interessierte waren mit Anhang auf Markt und Katschhof unterwegs, um sich das automobile Treiben anzuschauen. Im kleinen Foto Mitte: die Sieger der Klasse B, Axel und Andrea Prym im Jaguar XK 140 von 1956. Foto: Ralf Roeger

Orientierungsfahrt

Heute am 03. Juni 2017 AKV The Race, Oldtimer Rallye Aachen Markt © dmp (Ralf Roeger).

Letzterer hat bisher selbst an den Rallyes teilgenommen, ist nun aber in die Organisation eingestiegen und hat die neue Strecke entworfen. Dieser Wechsel könnte die anderen Fahrer freuen: Keller selbst belegte in den vergangenen Jahren immer vordere Plätze. Er weiß also, worauf zu achten ist und hat sein gesamtes Wissen in die Konzeption der Strecke einfließen lassen. „Es kommt wirklich auf genaues Fahren an“, gibt er zu Bedenken.

Die Strecke muss nämlich nicht nur gefahren werden, es handelt sich bei der Rallye um eine Orientierungsfahrt, die den Fahrern und besonders den Beifahrern viel abverlangt. Kurz vor der Fahrt hat jedes Team eine Karte mit der Strecke und den Aufgaben erhalten, Navigationssysteme waren selbstverständlich nicht erlaubt. Die Aufgaben bestanden beispielsweise aus Zeitfahren oder Wächter am Straßenrand zählen.

Einer der Beifahrer war der designierte Karnevalsprinz der nächsten Session, Michael „Mike“ Foellmer. Er ging standesgemäß mit der Startnummer 11 ins Rennen und absolvierte die Strecke mit einem Teil seines Hofstaates. Außerdem konnten die Zuschauer auch einen Chrysler Imperial von 1927 oder einen Wagen mit drei Rädern und lediglich neun PS bewundern. Es gab allerhand zu sehen, bis die ersten Wagen nach gut dreieinhalb Stunden wieder auf dem Marktplatz eintrafen.

Für die Sammlung Crous

Der Erlös der Rallye kommt der vereinseigenen stadthistorischen Sammlung Crous zugute, die Siegerehrung im Anschluss fand in der Aula Carolina statt.