Geldautomat an Roermonder Straße in Aachen-Richterich gesprengt

Explosion an der Roermonder Straße : Erneut Geldautomat in Aachen gesprengt

Zum dritten Mal innerhalb einer Woche haben in der Nacht zum Freitag Geldautomatensprenger in der Region zugeschlagen. Ein Automat an der Roermonder Straße in Aachen wurde zerstört, auch am Gebäude entstanden schwere Schäden.

Mitten in der Nacht zum Freitag wurden Anwohner in Richterich von einem lauten Knall geweckt. An der Kreuzung von Roermonder Straße und Schönauer Friede wurde gegen 3.50 Uhr ein Geldautomat gesprengt. Er stand in einem größeren Wohn- und Geschäftsgebäude, in dem die Stadt Aachen seit Jahren Flüchtlingeunterbringt.

Die werden rund um die Uhr vom Deutschen Roten Kreuz betreut, einer der Mitarbeiter informierte auch die Polizei. Geistesgegenwärtig filmte er zwei mutmaßliche Täter. Sie flohen in einem dunklen Wagen mit niederländischem Kennzeichen, das inzwischen als gestohlen identifiziert wurde. Vom Tatort sind es nur drei Kilometer bis zur Autobahnauffahrt, die ins Nachbarland führt. Das Video wird nun von der Polizei ausgewertet.

Der Schaden bei der Sprengung hätte noch viel größer sein können. Über dem Automaten befinden sich in dem Gebäude Wohnräume. Die Wucht der Explosion hat nicht nur großflächig die Vorderfront herausgerissen, auch die Decken waren betroffen. Nach ersten Erkenntnissen der Feuerwehr ist das Gebäude aber nicht einsturzgefährdet.

Tatverdächtige gefasst: Erneut Geldautomat gesprengt

Die etwa 100 im Gebäude untergebrachten Bewohner mussten nicht evakuiert werden. Lediglich am Morgen, als die Sprengstoffexperten den Tatort inspizierten, wurden kleinere Bereiche vorübergehend geräumt.

Neben dem Automaten befindet sich ein großes derzeit leerstehendes Ladenlokal, ein großer Netto-Supermarkt und ein Kik-Bekleidungsgeschäft. Diese Geschäfte blieben am Freitag geschlossen, der Parkplatz davor wurde großflächig abgesperrt, der Tatort von Spezialisten untersucht. In dem Supermarkt wurde der Strom vorsorglich abgesperrt, so dass auch gekühlte Lebensmittel verderben könnten.

Ein Bild der Zerstörung bot sich den Experten der Spurensicherung. Foto: dmp Press/Ralf Roeger

Für die Polizei in der Region war das bereits der dritte Fall innerhalb einer Woche, an dem Geldautomaten gesprengt wurde. Am Montagmorgen war eine Postbank-Filiale am Pontdriesch zum Tatort geworden, in der Folgenacht wurde in Landgraaf ein Geldautomat gesprengt. Der „modus operandi“ war jeweils vergleichbar. Die Polizei ließ aber noch offen, ob wieder Serientäter am Werk waren.

Auch über die Höhe des Sachschadens und der Beute gab es keine Angaben. In die großangelegte Fahndung nach den Tätern waren auch niederländische Beamte involviert.

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