Aachen: Gebäudemanagement: Klaus Schavan soll auf Michael Ferber folgen

Aachen: Gebäudemanagement: Klaus Schavan soll auf Michael Ferber folgen

Während der langjährige Chef des städtischen Gebäudemanagements, Michael Ferber, mit Schnittchen und guten Worten im Fachausschuss in den Ruhestand verabschiedet wurde, stand der Nachfolger im Hintergrund bereit. Klaus Schavan hat im sogenannten AC-Verfahren am Montag den besten Eindruck hinterlassen und soll neuer Herr über die städtischen Immobilien werden.

Der gebürtige Neusser ist derzeit noch in nahezu derselben Funktion in Krefeld tätig, wo er erst vor einem Jahr den städtischen Fachbereich Zentrales Gebäudemanagement übernommen hat. Dass er nach so kurzer Zeit nach Aachen wechselt, hat einige Politiker im Auswahlverfahren zwar stutzig gemacht.

Dennoch kamen sie zur Überzeugung, dass er gegenüber einem nahezu gleich starken Mitbewerber leichte fachliche Vorzüge habe. Der 49-Jährige hat in Aachen Architektur studiert, seine berufliche Karriere startete er in Hamburg, wo er auch als Baudirektor tätig war.

2010 wechselte er zum Gebäudemanagement Schleswig-Holstein, ein Jahr später nach Krefeld. Dort stand sein Fachbereich zuletzt unter einem großen Spardruck. Mehrfach hatte Schavan, der sich in Krefeld einen guten Ruf erarbeitet hat, die schwache Personalausstattung beklagt.

Zugleich gibt es einen erheblichen Sanierungsbedarf an öffentlichen Gebäuden - insbesondere an Schulen, aber auch an maroden Vorzeigeprojekten wie dem Stadthaus oder dem Seidenweberhaus.

In Aachen sind die Randbedingungen nicht sehr viel besser, gleichwohl hält er den hiesigen Eigenbetrieb der Stadt offenbar für besser aufgestellt. Am Dienstag stellte er sich im nichtöffentlichen Teil des Betriebsausschusses Gebäudemanagement den Fachpolitikern vor.

Am kommenden Montag folgt eine weitere Vorstellungsrunde in den Ratsfraktionen. Am Mittwoch soll er dann offiziell im Rat zum neuen Technischen Direktor des Gebäudemanagements gekürt werden. Die Hoffnung ist groß, dass Schavan seinen neuen Posten im November antreten kann.

Sein Vorgänger Michael Ferber stand 32 Jahre lang im Dienst der Stadt. Am kommenden Freitag wird er sein Büro räumen, dann der Stadt aber noch beratend zur Verfügung stehen.