Aachen: „Future Lab“-Gala im Theater: Eine Brücke zwischen Tradition und Innovation

Aachen : „Future Lab“-Gala im Theater: Eine Brücke zwischen Tradition und Innovation

Auf einen flüchtigen Blick scheinen es Gegensätze zu sein, die da auf der Bühne zu sehen sein werden. Bei der zweiten „Future Lab“-Gala im Theater Aachen soll nämlich abermals eine Brücke zwischen Tradition und Innovation geschlagen werden, die für die Stadt so charakteristisch ist.

Hatten die Beteiligten vor der ersten Ausführung vor zwei Jahren auch noch Zweifel, ob das gelingen wird, sehen sie dem Ereignis nun mit Vorfreude entgegen.

Bei dem Bühnenprogramm gehe es darum, vor allem die Menschen, die hinter der Forschung und der Wissenschaft stehen, sichtbar zu machen, betont Oberbürgermeister Marcel Philipp. Dass es dabei nicht alleine um technische Errungenschaften geht, macht die Beteiligung von gleich vier Hochschulen aus Aachen deutlich.

Eine solche Dichte sorge nicht nur für ein Zusammenwachsen von Stadt und Hochschulen, sondern auch für eine Verjüngung in vielerlei Hinsicht, so RWTH-Rektor Ernst Schmachtenberg. „So ist mit dem e.Go auch das Auto für Aachen zu einem großen Thema geworden.“ Und ja, natürlich werde auch der kleine Elektroflitzer bei der Veranstaltung auf die Bühne gebracht.

Einen eher bedrohlichen Nebeneffekt des technischen Fortschritts greift die Fachhochschule (FH) Aachen auf, wie ihr Rektor Marcus Baumann erklärt: „Ein Aspekt der Digitalisierung ist, dass vernetzte Systeme auch angegriffen werden können. Daher spielt bei uns auch die Sicherheit vor Hackern eine große Rolle.“ Bei der Gala werden dann IT-Experten einen solchen Hacker-Angriff zeigen, aber auch ein Mathematiker, der sich mit der Liebe rechnerisch auseinandersetzt, wird seinen Auftritt haben.

Wichtige Verbindung

Als eine wichtige Verbindung zwischen Gesellschaft und Technik gewinnen die Sozialwissenschaften immer mehr an Bedeutung. Schließlich reiche es nicht, nur innovative Neuheiten zu entwickeln, sie müssten auch von den Menschen angenommen werden, sagt Ute Antonia Lammel, Dekanin der Katholischen Hochschule (KatHo) in Aachen. Diesen Aspekt werden Jugendliche aus dem Haus Molle im Moltkepark künstlerisch auf die Bühne bringen.

„Auch für Musiker ist es immer wichtig, neues Publikum zu erreichen, und dieser Abend gibt uns eine gute Möglichkeit dazu“, ergänzt Herbert Görtz, geschäftsführender Direktor der Hochschule für Musik und Tanz. Der Auftritt seiner Studenten hatte vor zwei Jahren mit einem gemeinsamen Piano-Spiel mit FH-Rektor Baumann für den künstlerischen Schlusspunkt der Gala gesorgt, was auch diesmal wieder geplant ist.

Dass das Ganze letztlich auf einer solch prominenten Bühne zu sehen sein wird, ist für Michael Schmitz-Aufterbeck nur folgerichtig. „Theater haben die Aufgabe, die Gegenwart auf die Bühne zu bringen, und die Digitalisierung ist nun einmal ein wichtiger Teil davon“, sagt der Generalintendant des Theaters Aachen. Karten für die 750 Plätze bei der „Future-Lab“-Gala gibt es ab sofort zum Preis von fünf Euro an der Kasse des Theaters.

Die Veranstaltung selbst findet dann am Dienstag, 17. April, ab 19.30 Uhr statt.

Mehr von Aachener Nachrichten