Aachen: Fürs Klassengefühl einfach mal raus aus dem Alltag

Aachen : Fürs Klassengefühl einfach mal raus aus dem Alltag

Das Klassengefühl verbessern und spielerisch künstlerisch kreativ sein: Diese Punkte stehen im Mittelpunkt bei den Klassenfahrten, die die Heinrich-Heine-Gesamtschule gemeinsam mit dem Diözesanverband der Katholischen jungen Gemeinde (KjG) in Steckenborn in der Eifel organisiert.

Und da beide Seiten mit Fahrten dieser Art gute Erfahrungen gemacht haben, haben sie ihre Zusammenarbeit nun in einem Kooperationsvertrag untermauert.

Demnach werden nun jedes Jahr zwei sechste Klassen der Heinrich-Heine-Gesamtschule in die Eifel oder an einen anderen Ort fahren. Dr. Leo Gielkens, stellvertretender Schulleiter, ist überzeugt von dem positiven Effekt des Programms, das die KjG unter dem Namen „Coole Schule“ anbietet. Und auch Kirsten Hofmann, Abteilungsleiterin der Klassen fünf bis sieben, hat bislang nur gute Erfahrungen gemacht.

„Die Tage in der Eifel erlauben den Lehrern, ihre Schüler mit mehr Distanz zu beobachten, als im Schulalltag möglich ist“, meint sie. Denn für die Organisation des Programms zeichnet die KjG verantwortlich. Drei Sozialpädagogen kümmern sich um die Schüler. In den Tagen der Kurswoche wird Soziales Lernen im Rahmen der Klassengemeinschaft gezielt gefördert.

Laut Paul Arns, Referent für Öffentlichkeitsarbeit der KjG, erlaubt das pädagogische Programm den Kindern einen anderen Umgang miteinander als in der Schule. „Außerdem ist für viele die Nähe zur Natur ein ganz besonderes Erlebnis“, meinen alle Beteiligten. Sich im Wald frei zu bewegen, sei für viele eine neue Erfahrung.

Während der vier Tage werde aus einer doch eher zufällig zusammengewürfelten Gruppe von Schülern eine Klassengemeinschaft, meint Kirsten Hofmann. Und für die Klassenlehrer seien diese Fahrten eine große Entlastung. Ihnen bleibe Zeit und Raum, um ihre Schüler auf oft ganz neue Art kennenzulernen. „Das Konzept ‚Coole Schule‘ hat sich auch in anderen Schulen bereits bewährt“, so Paul Arms. Dabei behandeln die Schüler zum Teil Themen, für die im Schulalltag kein Platz ist. Angeboten werden unter anderem Workshops mit kreativen Elementen, Rollen- und Gruppenspiele sowie Übungen aus der Erlebnis- und Theaterpädagogik.

Mit dem Kooperationsvertrag wollen beide Seiten ihre bisherige Zusammenarbeit nun festigen. Und dass die Fahrten zu einem vergleichsweise moderaten Preis zu haben sind, komme den Schülern entgegen, so Kirsten Hofmann. Neben der Klassenfahrt in der sechsten Klasse gibt es an der Heinrich-Heine-Gesamtschule noch eine England-Fahrt in Klasse zehn.

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