Aachen: Für den toten Freund: Rugbyspieler radeln nach England

Aachen: Für den toten Freund: Rugbyspieler radeln nach England

Mittwochmorgen, pünktlich um 8 Uhr, setzten sich 16 erfahrene Rugbyspieler aufs Rad, um so in dreieinhalb Tagen die 450 Kilometer bis nach Beckenham südlich von London zurückzulegen. Aachener vom Rugby Club Aachen (RCA) und Spieler von den Old Dunsto­nians aus Beckenham sind mit von der Partie.

Die Rugbyspieler wollen unterwegs im Internet (www.justgiving.com/petecyclechallenge) Geld sammeln für die „Leukaemia & Lymphona Foundation“. „Jede Spende ist viel wert, auch wenn sie nur einen Euro hoch ist“, sagt Organisator Michael Wagner vom RCA. Und da es sich bei dem Geldempfänger um eine europaweit anerkannte Stiftung britischen Rechts handelt, seien die zugedachten Spenden auch von deutschen Finanzämtern steuerlich begünstigt.

Auf die Idee kamen die Rugbyspieler, weil einer aus ihren Reihen, der 46-jährige Peter Nertney vor anderthalb Jahren an Leukämie gestorben ist. „Er hat lange gekämpft“, erinnert sich Wagner. Nertney habe in Aachen und in London gespielt, dicke Freundschaften hätten sich dabei aufgebaut. Auch zwischen den anderen Spielern der beiden Clubs.

Wagner: „Wir wollen ein Zeichen setzen und uns für die Unterstützung der Leukämieforschung einsetzen und auch an Pete erinnern.“ Mittwoch fuhren die Sportler 135 Kilometer bis Antwerpen, Donnerstag wollen sie bis Ostende 120 Kilometer schaffen.

Mit dem Zug werden sie durch den Tunnel unter dem Ärmelkanal am Freitag weiter nach Ashford reisen, von dort brauchen sie dann am Samstag für die 80 Kilometer bis Beckenham noch einen halben Tag. „Und wenn wir angekommen sind, müssen wir uns direkt umziehen, denn dann werden wir ein Freundschaftsspiel zwischen dem RCA und den Old Dunstonians‘ austragen“, sagt Michael Wagner. Danach ist eine große Fete mit einem Kinderfest geplant.

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