Aachen: Für den „SpielRaum“ soll sich nichts ändern

Aachen : Für den „SpielRaum“ soll sich nichts ändern

Kornelimünster bekommt ein Vereins- und Bürgerhaus. Und das Betreuungsangebot „SpielRaum“ im Altbau auf dem Gelände der Grundschule bleibt in vollem Umfang erhalten.

„Das ist der Kompromiss. Und dem kann ich mit vollem Herzen zustimmen.“ Jakob von Thenen, Bezirksbürgermeister von Kornelimünster/Walheim, zeigte sich am Dienstag sehr zufrieden. Die CDU-Fraktion hatte sich am Montagabend noch einmal ausführlich mit dem Kompromissvorschlag für die Betreuung an der Grundschule im Indestädtchen befasst.

Am Ende gab es einhellige Zustimmung für den gemeinsamen Vorschlag, den die Ratsmehrheit von CDU und SPD erarbeitet hatte. Zustimmung auch vom Bezirksbürgermeister, der nie einen Hehl daraus gemacht hatte, dass er auf Seiten der Eltern steht, die dafür kämpfen, dass das vom Förderverein organisierte Nachmittagsangebot im Altbau bleiben kann und nicht ins sanierte Schulgebäude umsiedeln muss.

Massiver Elternprotest

Mehr als 2700 Protestunterschriften hatten die Eltern gegen den Verwaltungsvorschlag gesammelt, den denkmalgeschützten, aber sanierungsbedürftigen Bau aus der schulischen Nutzung zu nehmen.

Der Kompromissvorschlag, der möglichst schnell als gemeinsamer Ratsantrag der großen Koalition formuliert werden soll, sieht vor, dass als alte Gebäude saniert und dann den Bürgern zur Verfügung gestellt werden soll. Geschätzte Kosten von rund einer Million Euro stehen im Raum.

Durch eine Sanierung, sagt von Thenen erfreut, könnten künftig auch Bereiche im Obergeschoss genutzt werden, die bisher leer stehen. Mehr Platz also für die Aktivitäten der Vereine. „Und der Förderverein der Grundschule behält zu den jetzigen Bedingungen die Räume im sanierten Altbau“, fasst von Thenen die Ergebnisse der Beratungen zusammen. Auch in der Verwaltung habe man offenbar eingesehen, dass für die Betreuung am Nachmittag mehr Räume nötig seien als die, die in der Schule zur Verfügung stehen.

„Im Kern die beste Lösung“, kommentiert auch CDU-Fraktionschef Harald Baal. „Denn was macht man mit einem sanierungsbedürftigen Gebäude auf dem Schulgelände? Man kann es ja nicht verfallen lassen“, sagt Baal. „Und das ist ja auch kein Objekt, das man verkaufen könnte.“

Signal in Sachen Denkmalschutz

Der schulpolitische Sprecher der CDU-Fraktion, Holger Brantin, betonte am Dienstag ebenfalls, für die 145 Kinder, die im „SpielRaum“ betreut werden, solle sich nichts verschlechtern. Auch Versicherungs- und Haftungsfragen sollen in dieser Hinsicht geklärt werden. Für die heiße Phase der Sanierung, gibt Brantin gleichwohl zu bedenken, müssten die Kinder womöglich vorübergehend anderswo untergebracht werden.

Jakob von Thenen sieht in der jetzigen Weichenstellung auch ein wichtiges Signal an die Bürger in Sachen Denkmalschutz: „Die Stadt als Eigentümerin eines denkmalgeschützten Gebäudes sorgt dafür, dass das Haus erhalten bleibt und zukunftsfest ausgerichtet wird. Dann kann man das auch von den Bürgern erwarten.“

Die betroffenen Eltern unterdessen warten erst mal ab. Schulpflegschaft und Förderverein haben Vertreter aus Politik und Verwaltung für den 24. Januar zu einem Runden Tisch in Sachen „SpielRaum“ eingeladen. Dann dürften alle Details des Kompromissvorschlags auf den Tisch kommen.

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